Studie: Geldvermögen der Deutschen wächst wegen Iran-Krieg langsamer
Geldvermögen wächst wegen Iran-Krieg langsamer

Das Geldvermögen der deutschen Haushalte wird einer Prognose der DZ Bank zufolge in diesem Jahr aufgrund der höheren Inflation infolge des Iran-Kriegs deutlich langsamer wachsen. Es werde voraussichtlich um 3,2 Prozent auf 10,2 Billionen Euro zulegen, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Studie. Im Jahr 2025 verzeichnete das Geldvermögen noch ein Wachstum von 4,7 Prozent, ein Jahr zuvor betrug der Zuwachs sogar 7,4 Prozent.

Krisenphänomen: Sparen fällt schwächer aus

„In Krisenzeiten legen die Bürger normalerweise mehr auf die hohe Kante“, sagte DZ Bank-Analyst Michael Stappel. „In diesem Jahr ist das aber nicht der Fall – mit 10,2 Prozent dürfte die Sparquote knapp unterhalb des Vorjahreswertes liegen.“ Die Bank sieht den Grund in den Folgen des Iran-Kriegs: Durch die Sperrung der Straße von Hormus zieht die Inflation hierzulande kräftig an. „Was Haushalte an Konsum einsparen wollen, zahlen sie insbesondere an der Tankstelle und beim Heizen drauf“, hieß es.

Inflation und Kaufkraft unter Druck

Die DZ Bank rechnet im Gesamtjahr bei einem länger auf erhöhtem Niveau verharrenden Ölpreis mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,2 Prozent. Das nagt an der Kaufkraft der Verbraucher. Gleichzeitig liefere die Börse weniger Unterstützung. Der deutsche Leitindex Dax und andere Märkte hätten sich zwar von den Tiefständen im März erholt. Unter dem Strich dürften die Kursgewinne bis Ende Dezember aber schwächer als im Vorjahr ausfallen – nicht zuletzt wegen der hohen Unsicherheit durch den Iran-Krieg und gestiegener Energiepreise. „Die Volatilität an den Aktienmärkten bleibt vorerst bestehen“, sagte Analyst Stappel.

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Beliebteste Anlageform: Bargeld und Einlagen

Trotz des Börsenbooms der vergangenen Jahre bleiben Einlagen und Bargeld die beliebteste Anlageform. Sie machen in diesem Jahr voraussichtlich 37 Prozent des Geldvermögens aus. Letzteres könnte 2027 wieder wachsen. „Unter der Annahme einer politischen Deeskalation des Iran-Krieges und nachlassender Unsicherheit über den Fortgang des Konflikts sehen die Perspektiven für Konjunktur, Kapitalmarkt und den Geldvermögensaufbau der privaten Haushalte im nächsten Jahr dann wieder besser aus“, erwartet die DZ Bank.

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