Galeria-Filiale am Rotkreuzplatz: Neuer Eigentümer plant Abriss und Neubau
Galeria-Filiale am Rotkreuzplatz soll abgerissen werden

Galeria-Filiale am Rotkreuzplatz: Neuer Eigentümer plant Abriss und Neubau

Für die Mitarbeiter des Galeria-Kaufhauses am Rotkreuzplatz in München stehen erneut unruhige Zeiten bevor. Wie aus einer Einladung an die Mitglieder der Stadtgestaltungskommission hervorgeht, plant der neue Eigentümer des großen Backsteingebäudes umfangreiche bauliche Veränderungen. Das Gebäude, in dem Galeria Mieter ist, soll teilweise abgerissen werden, um Platz für einen Neubau mit Büros, Wohnungen und einem Hotel zu schaffen.

Details zu den Plänen des neuen Eigentümers

Die Projektentwicklungsfirma OFB, eine Immobilienfirma der Landesbank Hessen-Thüringen, hatte die Kaufhof-Immobilie Ende 2024 aus der Insolvenzmasse des Signa-Konzerns von René Benko erworben. Galeria blieb als Mieter erhalten. Nun sollen die überirdischen Geschosse des 1981 erbauten Gebäudes "zurückgebaut" werden, was einem Abriss gleichkommt. Lediglich die Untergeschosse und das Erdgeschoss sollen erhalten und modernisiert werden.

Auf dem Ladehof an der Pötschnerstraße ist ein Wohnhaus geplant, während zum Rotkreuzplatz ein "Hochpunkt" für Büros und ein Hotel entstehen soll. Die Stadtgestaltungskommission wird sich in ihrer nächsten Sitzung am 24. März damit befassen, ob sich der geplante Neubau in die Umgebung einfügt.

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Unsicherheit für Galeria-Mitarbeiter und Filialzukunft

Die Mitarbeiter von Galeria am Rotkreuzplatz mussten in der Vergangenheit bereits mehrfach um ihre Arbeitsplätze bangen. Galeria Karstadt Kaufhof war dreimal insolvent, und die Schließung dieser Filiale stand wiederholt im Raum. Nach der Übernahme der Kaufhaus-Kette durch die neuen Eigentümer Bernd Beetz und Richard Baker im Sommer 2024 schien sich die Situation zu beruhigen. Anfang 2025 wurde gemeldet, dass alle verbliebenen 83 Filialen, einschließlich der am Rotkreuzplatz, wieder Gewinne erzielten.

Nun droht jedoch erneut Ungewissheit. Eine Sprecherin von Galeria kündigte an, sich am Dienstag, den 10. März, zu den Plänen zu äußern. Es bleibt abzuwarten, ob das Kaufhaus an diesem Standort ein endgültiges Aus droht oder ob es eine radikale Verkleinerung erfährt. In München gibt es derzeit noch vier Galeria-Filialen, deren Zukunft nun erneut in Frage steht.

<3>Auswirkungen auf den Standort und die Stadtentwicklung

Die geplanten baulichen Veränderungen könnten erhebliche Auswirkungen auf den Rotkreuzplatz und das umliegende Viertel Neuhausen haben. Die Einführung von Wohnungen, Büros und einem Hotel würde die Nutzung des Areals diversifizieren und möglicherweise zu einer Belebung des Stadtteils führen. Allerdings wirft der geplante Abriss auch Fragen zur Erhaltung von Baudenkmälern und zur städtebaulichen Integration auf.

Die Entscheidung der Stadtgestaltungskommission wird daher mit Spannung erwartet. Sie muss abwägen zwischen den wirtschaftlichen Interessen des neuen Eigentümers und den stadtplanerischen sowie sozialen Belangen der Anwohner und Galeria-Mitarbeiter. Die Entwicklung am Rotkreuzplatz könnte somit ein exemplarischer Fall für den Umgang mit historischen Handelsstandorten in wachsenden Städten wie München werden.

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