Hellweg-Pleite reißt BayWa-Baumärkte mit: 1300 Mitarbeiter betroffen
Hellweg-Pleite: BayWa-Baumärkte insolvent, 1300 Mitarbeiter betroffen

Die Insolvenz der Baumarkt-Kette Hellweg hat eine weitere Kette in die Pleite gerissen: Die BayWa Bau- und Gartenmärkte, eine Tochtergesellschaft des zahlungsunfähigen Unternehmens aus Dortmund, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 46 Filialen und rund 1300 Mitarbeiter im süddeutschen Raum.

BayWa-Pleite: 46 Märkte und 1300 Mitarbeiter betroffen

Die BayWa Bau- und Gartenmärkte sind eine Tochter der Hellweg-Gruppe, die bereits vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet hatte. Hellweg betreibt 68 Märkte in Deutschland und beschäftigt rund 2900 Mitarbeiter. Mit der BayWa-Pleite weitet sich die Krise in der Baumarktbranche aus. Insgesamt sind nun 4200 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen.

Geschäftsbetrieb läuft zunächst weiter

Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb zunächst weiter. Kunden sollen keine Einschränkungen erfahren: Alle 46 Märkte bleiben geöffnet, die Warenversorgung sei sichergestellt. Auch Online-Bestellungen sollen weiterhin uneingeschränkt möglich sein. Der Betrieb der Hellweg-Baumärkte läuft ebenfalls weiter.

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Sanierer von Görg übernehmen Führung

Die Restrukturierung der beiden Ketten liegt in den Händen von zwei Experten der Wirtschaftskanzlei Görg: Rechtsanwalt Prof. Dr. Gerrit Hölzle und Rechtsanwalt Dr. Karl-Friedrich Curtze wurden in die Geschäftsführung berufen. Curtze erklärte in einer Pressemitteilung, man wolle in den kommenden Wochen einen Rettungsplan erarbeiten, „um eine belastbare Perspektive für die Zukunft zu schaffen“. Hölzle ergänzte: „Im Rahmen des Restrukturierungsprozesses werden wir sämtliche Geschäftsbereiche auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hin analysieren. Dabei werden auch die bestehende Standortstruktur sowie deren künftige Ausgestaltung sorgfältig bewertet.“ Dies deutet darauf hin, dass einige Filialen geschlossen werden könnten.

Mitarbeiter abgesichert, Gründe für die Krise

Die rund 1300 BayWa-Beschäftigten wurden über die nächsten Schritte informiert. Ihre Bezüge sind für bis zu drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Als Gründe für die Krise werden für beide Baumarkt-Ketten unter anderem zurückhaltende Konsumnachfrage, weltweite Krisenentwicklungen, Belastungen entlang der Lieferketten sowie steigende Miet- und Betriebskosten genannt.

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