Solar-Wallboxen im Test: Effizientes Laden vom Dach ins E-Auto
Wer ein Elektroauto besitzt und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach betreibt, kann durch die richtige Wallbox erhebliche Kosten sparen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt jedoch, dass die Effizienz der verschiedenen Modelle stark variiert.
Studie enthüllt Unterschiede in der Leistung
Die „Wallbox-Inspektion 2025“, durchgeführt von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, dem Fraunhofer ISE und dem ADAC, verglich fünf Systeme im Labortest. Im Fokus stand das solare Überschussladen, bei dem die Wallbox die Ladeleistung dynamisch an die aktuelle Solarleistung anpasst, um möglichst viel selbst erzeugten Strom direkt ins Auto zu laden und teuren Netzbezug zu vermeiden.
Bewertet wurden Kriterien wie Reaktionsgeschwindigkeit, Genauigkeit der Regelung, Stand-by-Verbrauch und das Verhalten beim Wechsel zwischen ein- und dreiphasigem Laden. Die Ergebnisse offenbarten teils erhebliche Unterschiede.
Testsieger und Kostenersparnis
Als Gesamtsieger setzte sich die Amperfied Connect.Solar mit PowerMeter 63 durch. Sie erreichte im Vergleich zu einer idealen Referenz-Wallbox rund 94,8 Prozent der maximal möglichen Einsparung bei den Energiekosten. Auf den Plätzen folgten Systeme von Fronius (Wattpilot Flex Home 22 C6 mit Smart Meter IP) und Kostal (Enector AC kombiniert mit Smart Energy Meter G2).
Laut Simulationen können Verbraucher durch solares Laden ihres E-Autos bis zu 470 Euro pro Jahr im Vergleich zum reinen Netzladen sparen. Allerdings liegt zwischen dem besten und dem schwächsten System im Test eine jährliche Differenz von etwa 54 Euro.
Entscheidende Faktoren für Verbraucher
Für Besitzer von Photovoltaikanlagen sind vor allem zwei Aspekte entscheidend: die Reaktionsgeschwindigkeit der Wallbox auf schwankende Solarleistung und der Stand-by-Verbrauch. Da die Geräte den Großteil des Jahres im Bereitschaftsbetrieb laufen, können selbst geringe Unterschiede in der Leistungsaufnahme langfristig erhebliche Auswirkungen auf die Kosten haben.
Die Anschaffungskosten für die Wallboxen variieren stark und liegen derzeit zwischen etwa 600 und 1.200 Euro. Hinzu kommen einige hundert Euro für Smart Meter sowie individuelle Installationskosten vor Ort. Eine sorgfältige Auswahl kann sich daher finanziell lohnen.



