Deutsche Bank: Gehalts-Champion, aber nicht beim Geschäftserfolg
Deutsche Bank: Gehalts-Champion, aber nicht beim Erfolg

Die Deutsche Bank ist kein gewöhnliches Kreditinstitut, und ihre skandalbelastete Vergangenheit zeigt, wie entscheidend qualifizierte und unabhängige Aufsichtsräte sind. Kontrolleure, die einem selbstbewussten Vorstand einer global agierenden Bank die Stirn bieten können, sind freilich nicht zum Preis eines Regionalbank-Aufsichtsrats zu haben.

Gehaltsplus für Aufsichtsratschef Wynaendts

Die Debatte über die kräftige Gehaltserhöhung für Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts, der künftig 1,15 Millionen Euro jährlich sowie bis zu 150.000 Euro extra für die Leitung von Ausschüssen erhalten soll, ist dennoch nachvollziehbar. Bereits zuvor war Wynaendts im Dax der mit Abstand bestbezahlte Chefkontrolleur.

Das Kernproblem: Hohe Vergütung bei durchschnittlichem Erfolg

Das grundlegende Dilemma: Die Deutsche Bank mag in ihrer Komplexität und Risikostruktur mit internationalen Spitzeninstituten mithalten können, doch ihre Profitabilität bleibt weit dahinter zurück. Auf Dauer lassen sich üppige Gehälter für Vorstand und Aufsichtsrat nur rechtfertigen, wenn das Institut auch herausragende Ergebnisse liefert.

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Dies ist jedoch nicht der Fall. Der Rekordgewinn des Geschäftsjahres 2025, den die Bank auf der Hauptversammlung gebührend feierte, ist im Vergleich zu den Krisen- und Umbaujahren zwar ein großer Fortschritt. Doch im europäischen Vergleich großer Banken liegt die Deutsche Bank damit ziemlich exakt im Durchschnitt – und nicht an der Spitze.

Es bleibt die Diskrepanz: Die Bank ist Spitzenreiter bei der Vergütung, aber noch kein Champion für Kunden und Aktionäre. Dieses Ungleichgewicht muss dringend korrigiert werden, um langfristig glaubwürdig zu bleiben.

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