IPO-Chance: So kaufen Sie vor Börsenstart SpaceX-Aktien
IPO-Chance: So kaufen Sie vor Börsenstart SpaceX-Aktien

Elon Musk (54) schickt SpaceX an die Börse – und diesmal könnten auch deutsche Kleinanleger zum Zug kommen. Der geplante Nasdaq-Start unter dem Kürzel SPCX ist für den 12. Juni vorgesehen. SpaceX will offenbar 135 Dollar je Aktie verlangen und bis zu 75 Milliarden US-Dollar einsammeln. Das würde eine Bewertung des Unternehmens von rund 1,75 Billionen Dollar bedeuten. Damit wäre es der größte Börsengang der Geschichte – und Musk könnte zum ersten Billionär der Welt werden.

Wie komme ich an SpaceX-Aktien vor Börsenstart?

Bei einem Börsengang können Anleger Aktien manchmal schon vor dem ersten Handelstag bestellen. Das nennt man Zeichnung. Einfach gesagt: Sie teilen Ihrer Bank oder Ihrem Broker mit, wie viele Aktien Sie kaufen möchten und welchen Preis Sie höchstens zahlen wollen. Kommt es zur Zuteilung, bekommen Sie die Aktien zum Ausgabepreis ins Depot. Wichtig: Eine Zeichnung ist keine Garantie. Ist die Nachfrage größer als das Angebot, bekommen Anleger oft nur einen Teil der gewünschten Aktien – oder gar keine.

Trade Republic hat seinen Kunden mitgeteilt, beim geplanten SpaceX-Börsengang als Partner für Privatanleger dabei zu sein. Wer mitmachen will, muss in der App Interesse anmelden oder eine Zeichnung abgeben. Das geht direkt in der App. Voraussetzung sind ein Depot, ausreichend Geld auf dem Verrechnungskonto und starke Nerven. Denn nach Ende der Zeichnung entscheidet die Zuteilung: Eine Garantie auf SpaceX-Aktien gibt es nicht. Dazu sollten Anleger mögliche Fremdkosten, Währungsrisiken und Steuern auf Gewinne beachten.

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Alternative: Sekundärmarkt

Alternativ gibt es noch den Weg über den sogenannten Sekundärmarkt. Hier bieten aktuelle Anteilseigner ihre Aktien an, aber das Geld fließt an sie, nicht an SpaceX. Sie sollten dafür auch recht vermögend sein, häufig sind Mindestvolumen von 50.000 bis 100.000 Euro nötig. Zudem müssen die Anteile mindestens drei oder sechs Monate gehalten werden. Ob andere Neobroker oder Banken ebenfalls das Zeichnen der Aktie ermöglichen, ist bisher nicht bekannt – dann bleibt nur abzuwarten, bis die Aktie an der Börse gestartet ist.

Was macht SpaceX so spannend?

Börsenexperte Jürgen Molnar von RoboMarkets rechnet mit einem Mega-Ereignis an der Börse. Im BILD-Finanztalk „Money Mittwoch“ nennt er den geplanten SpaceX-Börsengang ein „Event der Superlative“. SpaceX baut Raketen, betreibt mit Starlink ein Satelliteninternet und gilt als eine der wichtigsten Firmen im Imperium von Elon Musk. Die Fantasie ist riesig: Raumfahrt, Satelliten, Verteidigung, Internet aus dem All, langfristig sogar Datenzentren im Orbit. Genau diese Fantasie treibt die Nachfrage.

Wo liegen die Risiken?

Die Bewertung ist extrem hoch. SpaceX schrieb im Vorjahr trotz Umsatzwachstum einen Milliardenverlust. Anleger kaufen also viel Zukunftshoffnung mit. Dazu kommt das Musk-Risiko: Seine Strahlkraft hilft, aber politische Aussagen, Konflikte oder Entscheidungen können Kurse belasten.

Sollte ich kaufen?

Das hängt vom Risiko ab, das Sie tragen können. Wer unbedingt dabei sein will, sollte nur Geld einsetzen, dessen Verlust er verkraften kann. Keine Altersvorsorge, kein Notgroschen, kein Kreditgeld. Bei gehypten Börsengängen gilt: nicht blind hinterherrennen. Erst Konditionen lesen, Bewertung prüfen, Risiken verstehen.

Autoren, Herausgeber und die zitierten Quellen haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung ihrer Gedanken und Ideen entstehen.

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