NLB gibt im Bieterkampf um Addiko trotz RBI-Erfolg nicht auf
NLB kämpft weiter: Neues Angebot für Addiko Bank

Im Bieterkampf um die österreichische Addiko Bank gibt sich die slowenische Nova Ljubljanska Banka (NLB) trotz einer Erfolgsmeldung des Rivalen Raiffeisen Bank International (RBI) nicht geschlagen. Nachdem die RBI am Mittwoch mitgeteilt hatte, sich die Mehrheit der Addiko-Anteile gesichert zu haben, verwies die NLB kurz danach auf ihr deutlich höheres Gegenangebot.

NLB verbessert Angebot

Aktionäre, die die RBI-Offerte bereits angenommen hätten, könnten diese bis spätestens vier Börsentage vor Ende der Annahmefrist widerrufen und ihre Papiere der NLB andienen, teilte das slowenische Geldhaus mit. Die früher angekündigte Aufstockung der Offerte auf 33,50 Euro je Aktie sei von der Übernahmekommission genehmigt worden und solle am Donnerstag veröffentlicht werden.

RBI liegt vorn

Zuvor hatte die RBI mitgeteilt, dass ihr 50,42 Prozent der Addiko-Aktien angedient worden seien. Darin enthalten sei zudem das Aktienpaket des serbischen Investors Alta Group von 9,63 Prozent. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 22. Juli.

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Mit dem Überschreiten der 50-Prozent-Marke liegt die RBI im Bieterkampf klar vorn, da die NLB ihre angestrebte Mindestannahmequote von 75 Prozent rechnerisch derzeit nicht mehr erreichen kann. Die Slowenen bewerten Addiko mit rund 653 Millionen Euro, während die RBI-Offerte von 26,50 Euro einer Gesamtbewertung von rund 517 Millionen Euro entspricht. Die Addiko-Aktie notierte an der Wiener Börse zuletzt bei 26,00 Euro.

Die NLB zeigt sich jedoch kämpferisch und setzt auf ihr höheres Angebot, um doch noch eine Mehrheit zu erlangen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Aktionäre dem Druck der Slowenen nachgeben oder bei der RBI bleiben. Der Bieterkampf um die Addiko Bank bleibt damit spannend bis zur letzten Minute.

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