Alan Greenspan, der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, ist tot. Er starb im Alter von 100 Jahren. Greenspan prägte von 1987 bis 2006 als Fed-Chef die amerikanische Geldpolitik und arbeitete unter vier US-Präsidenten.
Vom Börsen-Crash zum „Magier“ der Finanzwelt
US-Präsident Ronald Reagan ernannte Greenspan 1987 zum Chef der Fed. Nur zwei Monate nach seinem Amtsantritt musste er die Folgen eines schweren Börsen-Crashs bewältigen. In den folgenden Jahren wurde er von seinen Anhängern als „Magier“ gefeiert, der angeblich ewiges Wirtschaftswachstum garantieren könne.
Niedrigzinspolitik und Kontroversen
Greenspans Amtszeit war geprägt von einer Politik niedriger Zinsen, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln sollte. Kritiker werfen ihm jedoch vor, durch diese Politik die Immobilienblase mitverursacht zu haben, die 2008 zur Finanzkrise führte. Dennoch gilt er als einer der einflussreichsten Notenbanker der Geschichte.
Langes Leben und Vermächtnis
Greenspan wurde 1926 in New York City geboren. Nach seinem Studium arbeitete er als Wirtschaftsberater, bevor er 1987 den Vorsitz der Fed übernahm. Er blieb bis 2006 im Amt und erlebte die Finanzkrise 2008 als Pensionär. Sein Tod im Alter von 100 Jahren markiert das Ende einer Ära.



