Die Rentenkommission hat ihre Empfehlungen vorgelegt: Ein Aktienmodell soll die gesetzliche Rente stärken. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen zu gleichen Teilen zunächst ein, später zwei Prozent des Bruttolohns in ein Aktienpaket ein. Die Umlage bleibt erhalten, die Risiken seien überschaubar, so der Plan.
Längere Lebensarbeitszeit und Abschaffung der Rente mit 63
Die Kommission schlägt zudem eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre bis 2090 vor. Die Rente mit 63 soll abgeschafft werden. Diese Punkte waren erwartet worden. Die SPD hatte sich bereits von diesem Projekt verabschiedet.
Offene Fragen zur betrieblichen Altersversorgung
Unklar bleibt, wie die betriebliche Altersversorgung gestärkt werden soll. Die Kommission äußert sich nicht zu einer verpflichtenden Regelung. Auch die künftige Beitragsentwicklung ist ungewiss: Die Rentenversicherung plant einen Anstieg von 18,6 Prozent im Jahr 2028 auf 21,1 Prozent bis 2040. Die Bundeszuschüsse sind ebenfalls nicht abschließend geklärt.
„Das kapitalgedeckte Element innerhalb der gesetzlichen Rente ist ein guter Gedanke“, kommentiert Günter Marks, Redakteur Politik und Wirtschaft der Funke Mediengruppe. „Die Stabilität der Umlage bleibt erhalten, die Risiken am Aktienmarkt wirken überschaubar.“
Beamte werden nicht in das Aktienmodell einbezogen, da sie bereits eigene Versorgungssysteme haben. Die Kommission tagte seit Winter unter strikter Verschwiegenheit. Die offizielle Übergabe des Berichts an die Bundesregierung ist für Dienstag geplant.



