Der deutsche Volleyball-Rekordmeister Berlin Volleys hat einen neuen Cheftrainer verpflichtet: Andrea Anastasi, der als einer der erfahrensten und erfolgreichsten Trainer der Welt gilt, soll das Team in den kommenden zwei Jahren wieder an die Spitze führen. Geschäftsführer Kaweh Niroomand bezeichnete den 65-jährigen Italiener als „Guardiola des weltweiten Volleyballs“.
Ein Neuanfang nach turbulentem Jahr
Nach einer Saison mit gleich drei Cheftrainern – Joel Banks, Alexandre Leal und Markus Steuerwald – leiten die Berliner nun einen großen Umbruch ein. Anastasi, der zuletzt in seiner Heimat die Clubs Perugia und Piacenza trainierte, soll dem Projekt Volleys neuen Schwung geben. „Ich kann hier einen guten Job machen“, zeigte sich der Lombarde nach Gesprächen mit Niroomand überzeugt.
Erfolgsbilanz des neuen Trainers
Anastasi kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken: Als Nationalspieler wurde er Welt- und Europameister, als Trainer gewann er mit Italien 2000 in Sydney Olympia-Bronze. Dreimal wurde er Europameister, einmal mit Spanien. Mit Polen holte er 2011 WM-Silber. Niroomand betonte, dass die Verpflichtung des international anerkannten Trainers auch ein Zeichen der jahrelangen Zuverlässigkeit des Vereins sei: „Die Zuverlässigkeit schafft Vertrauen bei denen, die sich sonst nur in den oberen Etagen des Weltvolleyballs verdingen.“
Kaderumbruch und neue Gesichter
Neben dem Trainerwechsel gibt es auch im Spielerkader große Veränderungen. Star-Diagonalangreifer Jake Hanes, Publikumsliebling Nehemiah Mote und Nationalspieler Moritz Reichert verlassen den Club. Vom Ligakonkurrenten VfB Friedrichshafen kommt Mittelblocker Louis Kunstmann. Libero Erik Shoji, der bereits von 2014 bis 2016 für die Volleys spielte, kehrt zurück.
Vorbereitungszeit knapp bemessen
Wegen der anstehenden Europameisterschaft vom 9. bis 26. September hat Anastasi nur wenig Zeit, das Team auf die neue Saison vorzubereiten, die im Oktober beginnt. Niroomand gewährt dem Coach daher etwas Welpenschutz: „Wir sind vielleicht nicht am ersten Spieltag da, aber wir hoffen, dass sie in den wichtigen Phasen dann da sind. Das Risiko ist eingeplant.“



