Unwetterschäden an Autos in Berlin und Brandenburg 2025 deutlich gesunken
Im vergangenen Jahr haben Unwetter wie Sturm, Hagel oder Blitz wesentlich weniger Schäden an Autos in Berlin und Brandenburg verursacht. Die Versicherer zahlten in Berlin rund 15 Millionen Euro und in Brandenburg etwa 9 Millionen Euro an ihre Kundinnen und Kunden für solche Schäden, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt. Dies stellt einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr dar, als die versicherten Schäden in Berlin 18 Millionen Euro und in Brandenburg 25 Millionen Euro betrugen.
Deutlicher Rückgang in ganz Deutschland
Auch bundesweit ist ein klarer Rückgang zu beobachten. Die versicherten Schäden sanken von etwa 1,2 Milliarden Euro auf 650 Millionen Euro, was knapp einer Halbierung entspricht. Allerdings umfassen diese bundesweiten Zahlen auch Schäden durch Überschwemmungen, die in der regionalen Betrachtung nicht berücksichtigt sind. Die Statistik erfasst ausschließlich versicherte Schäden, also von Fahrzeugen mit Teil- oder Vollkaskoversicherung. Da diese Versicherung nicht verpflichtend ist, sind längst nicht alle Autos damit abgesichert, sodass die insgesamt entstandenen Schäden höher liegen dürften. Dennoch ist davon auszugehen, dass sich auch in dieser Gesamtzahl ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigt.
Anzahl der gemeldeten Schäden gesunken
In Berlin wurden 2025 rund 4.000 Unwetterschäden an Autos an die Versicherungen gemeldet, während es in Brandenburg etwa 2.500 waren. Dies stellt einen starken Rückgang dar, denn im Jahr 2024 waren es noch 6.000 beschädigte Fahrzeuge in Berlin und 8.000 in Brandenburg. Die geringere Anzahl der gemeldeten Schäden war jedoch nicht der alleinige Grund für den Gesamtrückgang. Auch die durchschnittliche Schadenshöhe pro Fall ist gesunken, was zu den niedrigeren Gesamtkosten beigetragen hat.
Einzelne Unwetter können Bilanz schnell drehen
Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV, betont, dass bundesweit rund 190.000 Schäden an Kraftfahrzeugen durch Naturgefahren gemeldet wurden. Er warnt jedoch davor, den Rückgang überzubewerten: „Ein einziges schweres Unwetter in einer Region kann die Schadenbilanz schnell drehen.“ Diese Aussage unterstreicht die Volatilität solcher Statistiken, die stark von einzelnen Wetterereignissen abhängen können. Im Juni des vergangenen Jahres gab es beispielsweise schwere Böen in Berlin und Brandenburg, die zu entwurzelten Bäumen führten, die auch auf Autos fielen. Solche Ereignisse zeigen, wie schnell sich die Situation ändern kann.
Insgesamt deutet die aktuelle Bilanz auf eine positive Entwicklung hin, doch bleibt die Gefahr von Unwettern bestehen. Die Versicherungsbranche rät daher weiterhin zur Vorsorge und zum Abschluss entsprechender Versicherungen, um im Schadensfall abgesichert zu sein. Die regionalen Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg, wo der Rückgang besonders enorm ausfiel, unterstreichen zudem die Bedeutung lokaler Wetterphänomene für die Schadenstatistik.



