Der neue Smart #2 kommt im März 2027 auf den Markt und knüpft an die Tugenden des ikonischen Fortwo an. Das Fahrzeug basiert auf der neu entwickelten 400-Volt-Electric-Compact-Architecture (ECA) und bietet eine Reichweite von rund 300 Kilometern. Die Markteinführung erfolgt nach der Premiere auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2026.
Entwicklungszeit drastisch verkürzt
Während früher vier bis fünf Jahre von der ersten Skizze bis zum fertigen Auto vergingen, hat Smart die Entwicklungszeit auf unter ein Jahr gedrückt. Vom Konzept bis zum seriennahen Modell, das im April 2026 auf der Auto China in Peking vorgestellt wurde, verging kaum ein Jahr. Diese Beschleunigung verdankt das Unternehmen dem Einfluss des chinesischen Partners Geely, der zur Hälfte an Smart beteiligt ist.
Rückkehr zur Smart-DNA
Der Smart #2 besinnt sich auf die Wurzeln der Marke. Mit einer Länge von knapp 2,80 Metern ist er etwas größer als der ursprüngliche Fortwo (2,50 m), bleibt aber ein reiner Zweisitzer. Die Räder sitzen weit außen an den Ecken, die Überhänge sind minimal, und die Front zeigt die moderne Lichtsignatur. Die charakteristische Tridion-Sicherheitszelle kehrt zurück und sorgt für hohe Robustheit. Eine Zweifarbenlackierung und die geteilte Heckklappe sind ebenfalls wieder mit an Bord.
Technische Details: ECA-Plattform und Akku
Die ECA-Plattform ist eine 400-Volt-Architektur, die speziell für den Elektroantrieb entwickelt wurde. Sie ist skalierbar für Radstände von 1,87 bis 2,50 Meter, was künftige Varianten wie ein Cabrio oder einen Viersitzer ermöglicht. Die Batterie mit 35,7 kWh stammt aus dem Geely-Sortiment und ermöglicht eine DC-Schnellladung von 10 auf 80 Prozent in unter 20 Minuten. Der tiefe Schwerpunkt des Akkus verbessert die Fahrdynamik.
Fahrwerk und Fahrmodi
Erstmals kommt eine Fünflenker-Hinterachse zum Einsatz, die für bessere Traktion und Agilität sorgt. Der Wendekreis beträgt 6,9 Meter – identisch zum alten Fortwo. Es gibt drei Fahrmodi: Sport, Comfort und Eco. Das Fahrzeug wird mit einem umfangreichen Paket an Fahrassistenten ausgestattet sein.
Innenraum: Design aus Nizza
Das Interieur wurde im Design-Studio Nizza entworfen und ist schneeweiß mit goldenen Akzenten. Das Cockpit-Element zieht sich wellenförmig von links nach rechts, alle Formen sind rund oder oval. Vier große Luftauslässe erinnern an Düsentriebwerke. Es gibt kaum Knöpfe, außer am Lenkrad. Ein zentraler Monitor und ein digitales Cockpit dominieren. Die Sitze wirken wie eine durchgehende Bank, und der fehlende Mitteltunnel ermöglicht das Aussteigen auf beiden Seiten.
Varianten und Preis
Anfangs wird es drei Varianten geben: ein Basismodell unter 20.000 Euro, eine besser ausgestattete Version und ein Performance-Modell (Brabus). Smart-Europachef Wolfgang Ufer betont: „Wir machen das ja nicht zum ersten Mal.“ Das Unternehmen ist offen für weitere Ableger wie einen kompakten Crossover oder Cargo-Versionen.
Marktumfeld und Zielsetzung
Der Smart #2 tritt gegen Elektro-Kleinwagen, urbane Crossover und Sharing-Angebote an. Er soll durch Cleverness, Charme und Unverwechselbarkeit überzeugen. „Was gefällt, und unsere Kunden erwarten, könnten wir uns grundsätzlich auch vorstellen“, so Ufer. Der Erfolg hängt davon ab, ob der #2 zur überzeugendsten Antwort auf die Frage wird, wie individuelle Mobilität in Großstädten künftig aussehen soll.



