GSK verhandelt über Milliardenkauf von Nuvalent
GSK verhandelt Milliardenkauf von Nuvalent

Der britische Pharmariese GSK befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Kauf des amerikanischen Krebsmittelentwicklers Nuvalent. Wie die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, soll der Kaufpreis zwischen neun und zehn Milliarden Dollar liegen. Dies würde einen erheblichen Aufschlag auf Nuvalents aktuellen Börsenwert von knapp sieben Milliarden Dollar bedeuten und wäre zugleich eine der größten Übernahmen in der Geschichte des Londoner Konzerns.

Einigung noch in dieser Woche möglich

Ziel sei es, noch in dieser Woche eine Einigung zu erzielen, schreibt die Financial Times. Allerdings könnten die Verhandlungen auch noch scheitern. Beide Unternehmen haben sich bislang nicht zu den Berichten geäußert.

Früher Erfolg für neuen Konzernchef Luke Miels

Der mögliche Deal fällt in die Anfangsphase von Luke Miels als neuem GSK-Chef. Analysten hatten erwartet, dass er das Unternehmen durch gezielte Zukäufe voranbringen würde, um die Entwicklung neuer Medikamente zu stärken. GSK gilt traditionell nicht als besonders risikofreudig. Erst kürzlich kehrte der Konzern in die Onkologie zurück, nachdem er das Feld jahrelang vernachlässigt hatte.

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Weitere Zukäufe und Pläne

Erst im Januar hatte GSK das US-Biotech Rapt Therapeutics für 2,2 Milliarden Dollar gekauft, das Behandlungen für Entzündungs- und Immunerkrankungen entwickelt. Hinzu kommt ein weiterer Zukauf im Bereich pulmonale Hypertonie. Im April berichtete Bloomberg zudem, dass GSK für ein Krebsmedikament, das zum Blockbuster werden soll, fünf gleichzeitige spätklinische Studien plant.

Die Übernahme von Nuvalent würde GSKs Onkologie-Portfolio erheblich stärken und könnte dem Konzern helfen, in diesem wichtigen Therapiebereich wieder Fuß zu fassen. Branchenbeobachter sehen darin einen strategischen Schritt, um das Wachstum des Unternehmens zu beschleunigen.

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