Freifallturm-Erfinder Walter Pondorfer bei Flugzeugabsturz in Kroatien gestorben
Freifallturm-Erfinder Pondorfer bei Absturz in Kroatien tot

Der österreichische Freizeitpark-Unternehmer Walter Pondorfer ist tot. Der 65-Jährige kam bei einem Flugzeugabsturz in Kroatien ums Leben. Pondorfer war der Erfinder des legendären Freifallturms im Wiener Prater und Gründer der Firma Funtime. Mit ihm starben drei weitere Österreicher im Alter von 40, 48 und 58 Jahren.

Absturz vor der Landung

Die Maschine vom Typ Beech G36 Bonanza war am Donnerstag aus Österreich gestartet. Kurz vor dem Ziel in Medulin in Kroatien stürzte das Flugzeug ab. Augenzeugen berichteten, dass die Maschine zunächst in rund 300 Metern Höhe normal flog, dann plötzlich in eine Spirale geriet und nach etwa eineinhalb Umdrehungen in steilem Winkel zu Boden raste. Weder Rauch noch Feuer waren zu sehen. Für die vier Insassen gab es keine Rettung.

Ermittlungen laufen

Die kroatischen Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen. Zwei der vier Verunglückten besaßen eine Pilotenlizenz. Der Pilot hatte seine Ankunft nicht angekündigt, was Fragen aufwirft. Klaus Hohenauer von der Tiroler Luftfahrtbehörde warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen. Der Pilot galt als besonnen und gewissenhaft. Flugpläne für den Hin- und Rückflug lagen ordnungsgemäß vor.

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Ein Visionär der Branche

Walter Pondorfer gründete Anfang der 1990er-Jahre das Unternehmen Funtime, das zu einem international erfolgreichen Hersteller von Fahrgeschäften wurde. Besonders die gigantischen Freifalltürme machten das Unternehmen weltbekannt. Anlagen von Funtime stehen unter anderem in den USA, Großbritannien, Saudi-Arabien und Dubai. Der über 100 Meter hohe Freefall-Tower im Wiener Prater stammt ebenfalls aus seinem Haus.

Rechtsstreit in den USA

Aktuell läuft ein Millionenprozess gegen Funtime in den USA. Hintergrund ist der Tod eines 14-Jährigen im Jahr 2022 in einem Freizeitpark in Orlando. Der Jugendliche stürzte aus einem mehr als 120 Meter hohen Freefall-Tower. Eine Jury sprach den Eltern 310 Millionen Dollar Schadenersatz zu. Die Klage richtet sich gegen mehrere Beteiligte, darunter auch Funtime. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück und betont, die Anlage sei ordnungsgemäß konstruiert und ausgeliefert worden. Ursache des Unglücks seien nach Ansicht von Funtime nachträgliche Veränderungen am Sitz durch den Freizeitpark gewesen.

Walter Pondorfer hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Die Freizeitpark-Branche trauert um einen Visionär.

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