Fortuna Düsseldorf steht vor einer enormen Herausforderung. Nach dem dritten Abstieg in die Drittklassigkeit muss der Verein tief in die Tasche greifen und drastische Einsparungen vornehmen. 67 Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle wurde gekündigt, um die Personalkosten von 7 auf 3 Millionen Euro zu senken. Die TV-Gelder brechen von zuletzt rund 16 Millionen auf nur noch 1,8 Millionen Euro ein.
Manager Arabi: Notverkäufe unvermeidbar
Der neue Manager Samir Arabi (47) sprach offen aus, dass Notverkäufe für den Neuaufbau notwendig seien. Der Kader umfasst aktuell nur 11 Profis, wobei eine Rückholaktion aus Münster noch nicht offiziell bestätigt ist. Zudem könnten die wechselwilligen Satoshi Tanaka (23) und Elias Egouli (23) jeweils etwa 1 Million Euro Ablöse bringen, die in ihren Drittliga-Verträgen festgeschrieben sind. Die Ablöse von Sima Suso (21) wäre frei verhandelbar.
Etatziel: Top 5 der 3. Liga
Boss Alexander Jobst (52) erklärte bei der Vorstellung von Arabi vor zehn Tagen, dass Fortuna einen Etat von 6 bis 9 Millionen Euro anstrebe. Beim Lizenzierungsantrag an den DFB reichte Düsseldorf eine konkrete Zahl ein: 6 Millionen Euro. Finanz-Chef Arnd Hovemann (52) betonte, dass Fortuna die Lizenz für beide Ligen erhalten habe – ein starkes Signal. Allerdings sind in der 3. Liga Auflagen zu erfüllen, deren genaue Art der Klub nicht mitteilte.
Auf Nachfrage von BILD sagte Jobst: „Ziel ist ein Budget unter den Top 5 der 3. Liga. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.“ Mit dem damals nur fünftgrößten Etat aller Konkurrenten stieg Fortuna zuletzt 2018 auf – damals noch in die Bundesliga. Acht Jahre später ist der Traditionsverein wieder ganz unten.



