E-Auto-Boom im März: Neuzulassungen steigen um 66 Prozent dank Förderung
Der Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland hat im März 2026 einen kräftigen Schub erhalten. Inmitten der anhaltenden Debatten über steigende Preise für Diesel und Benzin wurden fast 71.000 reine Elektroautos neu zugelassen – ein bemerkenswertes Plus von 66,2 Prozent im Vergleich zum März 2025. Auch gegenüber dem Vormonat Februar war der Anstieg deutlich sichtbar, als knapp 43.000 reine Elektroautos neu auf die Straßen kamen.
Marktanteil der E-Autos steigt kontinuierlich
Der Anteil der Elektroautos an allen Neuzulassungen stieg ebenfalls signifikant an. Während im Februar noch 22 Prozent aller Neuzulassungen reine Elektroautos waren, erhöhte sich dieser Wert im März auf 24 Prozent. Zum Vergleich: Im März 2025 lag der Anteil bei lediglich 16,8 Prozent, was die dynamische Entwicklung der letzten Monate unterstreicht.
„Jetzt zeigt die neue E-Förderung von bis zu 6.000 Euro Wirkung“, teilte das Beratungsunternehmen EY mit. „Mit 71.000 neu zugelassenen E-Autos lag der Absatz auf dem höchsten Stand seit August 2023 – damals waren es sogar 87.000 E-Autos.“
Experten prognostizieren weiteres Wachstum
Der EY-Experte Constantin Gall rechnet im weiteren Jahresverlauf mit einer deutlichen Wachstumsdynamik bei Elektroautos und hält einen Marktanteil von 25 Prozent für durchaus möglich. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bereits bei 22,8 Prozent, was die positive Tendenz bestätigt.
„Die große Mehrheit der Neuwagenkäufer entscheidet sich weiterhin für einen Verbrenner. Daran wird sich bis auf weiteres auch nichts ändern – trotz hoher Spritpreise, trotz milliardenschwerer staatlicher Förderung und trotz neuer E-Modelle mit besseren Reichweiten und Ladezeiten“, sagte Gall. „Für viele Menschen in Deutschland passt ein Elektroauto nach wie vor nicht zu ihrem Alltag und ihren individuellen Gewohnheiten.“
Gesamte Neuzulassungen zeigen gemischtes Bild
Insgesamt wurden im März etwas mehr als 294.000 Autos neu in Deutschland zugelassen – ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für das erste Quartal 2026 lag das Wachstum bei 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
„Die Rahmenbedingungen bleiben aber schlecht – und daran wird sich vorerst wohl auch nichts ändern. Die Konjunktur schwächelt, immer neue geopolitische Krisen und kriegerische Auseinandersetzungen drücken massiv auf die Stimmung, die Arbeitslosigkeit steigt, und eine Trendwende ist nicht in Sicht“, resümierte EY-Experte Gall.
Die Zahlen verdeutlichen, dass die staatliche Förderung einen spürbaren Effekt auf den Absatz von Elektroautos hat, während der Gesamtmarkt weiterhin von Unsicherheiten geprägt bleibt. Die Entwicklung der E-Mobilität scheint jedoch auf einem stabilen Wachstumspfad zu sein, der durch politische Maßnahmen und technologische Fortschritte weiter gestützt wird.



