Ein deutscher Wingsuit-Flieger ist in den Schweizer Alpen tödlich verunglückt. Der 47-jährige Mann aus Kremmen in Brandenburg sprang am Freitag gegen 17 Uhr im Gebiet Vättis oberhalb von Bad Ragaz aus einer Höhe von rund 2080 Metern. Wie die Polizei des Kantons St. Gallen mitteilte, startete er gemeinsam mit einem 37-jährigen Landsmann. Der 47-Jährige sprang als Erster und stürzte kurz nach dem Absprung ab. Die Flugrettung konnte ihn nur noch tot bergen. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Zweiter tödlicher Unfall innerhalb einer Woche
Bereits am Donnerstag war ein 29-jähriger Mann bei einem Wingsuit-Flugversuch in der Schweiz ums Leben gekommen. Wingsuits sind spezielle Anzüge, die mit Stoffbespannungen zwischen Rumpf, Armen und Beinen ausgestattet sind und wie Tragflächen wirken sollen. Diese Extremsportart gilt als äußerst gefährlich, da sie höchste Präzision und Erfahrung erfordert. Die Behörden warnen immer wieder vor den Risiken, insbesondere in alpinem Gelände.
Ermittlungen laufen
Die genauen Umstände des Absturzes sind noch unklar. Die Staatsanwaltschaft untersucht, ob ein technischer Defekt, ein Bedienungsfehler oder äußere Einflüsse wie Windböen zum Unfall führten. Der zweite Springer blieb unverletzt und landete sicher. Die Polizei sucht nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Die Angehörigen des Verstorbenen wurden informiert und werden von psychologischen Fachkräften betreut.



