Chinas Bestsellerliste: Kein reiner Verbrenner mehr in Top 10
Chinas Bestsellerliste: Kein reiner Verbrenner mehr in Top 10

Der Wandel im chinesischen Automobilmarkt vollzieht sich schneller als erwartet. Wie aktuelle Absatzzahlen für Mai zeigen, schaffte es erstmals kein einziges Verbrennermodell mehr unter die zehn meistverkauften Pkw des Landes. Im April hatte zumindest noch der Geely Binyue als letzter Vertreter der konventionellen Antriebstechnik Platz 8 belegt – nun ist auch dieses Modell verschwunden.

Elektroautos dominieren die Spitze

Meistverkauftes Modell bleibt der Geely Xingyuan (international als EX2 vermarktet) mit 38.751 Einheiten – ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Mit deutlichem Abstand folgt das Tesla Model Y, das sich mit 28.911 Auslieferungen und einem Monatszuwachs von 25,8 Prozent spürbar erholt. Auf Rang drei behauptet sich das Xiaomi SU7 mit 24.023 verkauften Fahrzeugen, büßte jedoch 10,4 Prozent gegenüber April ein.

Überraschender Aufstieg neuer Modelle

Bemerkenswert ist der Aufstieg des Leapmotor A10: Erst Ende März eingeführt, steigerte das Modell seine monatlichen Verkäufe von anfänglich knapp 4000 Einheiten auf nun 22.306 – ein Wachstumstempo, das selbst im dynamischen chinesischen EV-Markt ungewöhnlich ist.

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Zwei Modelle stechen durch außergewöhnliche Monatszuwächse heraus. Das Tesla Model 3 verzeichnete nach einem schwachen April mit lediglich 2966 Einheiten im Mai einen Sprung auf 18.370 Fahrzeuge – ein Anstieg von 519 Prozent. Ähnlich verhält es sich beim Aito M6, dessen Absatz um 381 Prozent auf 18.148 Einheiten kletterte, nachdem die Produktionskapazitäten ausgeweitet worden waren. Beide Zuwächse dürften zumindest teilweise auf Nachholeffekte nach vorherigen Engpässen zurückzuführen sein.

Reine Batteriefahrzeuge an der Spitze

Die fünf meistverkauften Modelle sind reine Batteriefahrzeuge. Selbst beim sechstplatzierten BYD Sealion 06 entfielen von insgesamt 18.856 Verkäufen rund 14.868 auf die vollelektrische Variante – der Plug-in-Hybrid kam lediglich auf 3.988 Einheiten.

Für westliche Hersteller ist das keine gute Nachricht: Im Elektrosegment ist der Anteil der europäischen Marken deutlich geringer als bei Verbrennern.

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