Die Vorschläge der Rentenkommission sind eine positive Überraschung. Die 13 Experten wollen unter anderem die Rente mit 63 abschaffen, das Renteneintrittsalter anheben und Rentenbeiträge an den Finanzmärkten investieren. Das ist richtig, denn die Alterspyramide – immer weniger Jüngere müssen immer mehr Senioren finanzieren – lässt keine andere Wahl.
Schnelle Umsetzung gefordert
Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (58, SPD) müssen die Vorschläge nun schnell umsetzen. Denn jeder Tag, an dem nichts passiert, ist eine Belastung für die Rentenkasse und die Steuerzahler – und verschärft den Fachkräftemangel in den Firmen. Die Rente mit 63 war der größte Fehler seit Jahrzehnten!
Nachbesserungen nötig
Merz und Bas müssen allerdings auch noch nachbessern. Dass die Kommission die Rente mit 70 erst ab dem Jahr 2090 vorschlägt, erscheint sehr spät. Echten Sprengstoff birgt zugleich die geforderte Abschaffung der Minijobs. Schließlich verdienen sich viele Bürger bewusst mit einer kleinen, angemeldeten Nebentätigkeit etwas dazu. Ohne Minijobs werden sie künftig eher schwarzarbeiten oder gar nicht.
Weitere Reformen angehen
Merz und Bas sollten außerdem die erfolgreich arbeitende Rentenkommission jetzt auffordern, auch andere Großbaustellen anzupacken: Steuerreform, Arbeitsmarktreform, Pflegereform. Dann könnte es wirklich noch etwas werden mit dem langersehnten Aufschwung in Deutschland.



