Vergleichsarbeiten: Berliner Achtklässler zeigen deutliche Defizite
Berliner Achtklässler mit Defiziten in Vergleichsarbeiten

Berliner Schüler in Vergleichsarbeiten schwach

Die aktuellen Ergebnisse der Vergleichsarbeiten (VERA) für die achten Klassen in Berlin zeigen ein ernüchterndes Bild. Die Schülerinnen und Schüler der Hauptstadt schneiden in den zentralen Tests deutlich schlechter ab als der Bundesdurchschnitt. Besonders kritisch ist die Lage im Fach Mathematik, wo die Defizite besonders groß sind.

Mathematik bleibt Problemfach Nummer eins

In Mathematik erreichten die Berliner Achtklässler im Schnitt nur 42 Prozent der möglichen Punkte. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als der Wert noch bei 45 Prozent lag. Die Bildungsverwaltung zeigt sich alarmiert. „Die Ergebnisse sind ein Weckruf“, sagte eine Sprecherin der Senatsbildungsverwaltung. „Wir müssen dringend gegensteuern, vor allem in den Grundrechenarten und der Algebra.“

Lesen und Zuhören: Leichte Verbesserungen, aber noch Luft nach oben

In den Bereichen Lesen und Zuhören schnitten die Berliner Schülerinnen und Schüler etwas besser ab als in Mathematik, liegen aber weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Beim Lesen erreichten sie 58 Prozent der Punkte, beim Zuhören 55 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es leichte Verbesserungen um zwei beziehungsweise einen Prozentpunkt. Dennoch bleibt der Abstand zu anderen Bundesländern bestehen.

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Ursachen und Maßnahmen

Als Hauptgründe für die schlechten Ergebnisse nennen Experten die hohe Zahl von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die oft sprachliche Defizite aufweisen, sowie den Lehrermangel in der Hauptstadt. Die Bildungsverwaltung kündigte an, zusätzliche Fördermittel für Schulen mit besonders schwachen Ergebnissen bereitzustellen. Zudem sollen die Lehrkräfte gezielt fortgebildet werden, um den Unterricht in Mathematik und Deutsch zu verbessern.

Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus kritisierte die Bildungspolitik des Senats scharf. „Die Ergebnisse sind eine Blamage für den rot-grünen Senat“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion. „Es reicht nicht, immer nur neue Programme aufzulegen. Wir brauchen eine echte Reform der Schulen, mehr Lehrer und kleinere Klassen.“

Ausblick

Die nächsten Vergleichsarbeiten finden im nächsten Jahr statt. Die Bildungsverwaltung hofft, dass die eingeleiteten Maßnahmen dann erste Wirkung zeigen. Bis dahin bleibt die Situation für die Berliner Achtklässler angespannt.

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