Viele Menschen quälen sich täglich auf 10.000 Schritte, während andere nur 4.000 oder 7.000 schaffen und ein schlechtes Gewissen haben. Doch aktuelle Studien zeigen: Entscheidend ist nicht die bekannte 10.000er-Marke, sondern eine andere Schrittzahl. Ab welchem Wert die größten Gesundheitsvorteile beginnen und welche Krankheiten seltener auftreten, erklärt Sportmediziner Dr. Lutz Graumann.
Die optimale Schrittzahl für die Gesundheit
Laut Dr. Graumann liegt die optimale Schrittzahl niedriger als oft angenommen. Studien belegen, dass bereits ab etwa 7.000 Schritten pro Tag signifikante Gesundheitsvorteile eintreten. „Die größte Risikoreduktion für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitige Sterblichkeit wird bereits bei 7.000 bis 8.000 Schritten erreicht“, so der Mediziner. Wer mehr geht, profitiere nur noch geringfügig.
Krankheiten, die seltener auftreten
Regelmäßiges Gehen von mindestens 7.000 Schritten senkt nachweislich das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Depressionen und bestimmte Krebserkrankungen. Dr. Graumann betont: „Schon moderate Bewegung hat einen großen Einfluss auf die Prävention.“ Dabei sei nicht nur die Schrittzahl, sondern auch die Intensität wichtig – zügiges Gehen bringe mehr als gemütliches Schlendern.
Warum Gehen allein nicht ausreicht
Der Sportmediziner hält Gehen allein jedoch nicht für ausreichend. „Für eine umfassende Fitness sollten zusätzlich Krafttraining und Dehnübungen in den Alltag integriert werden“, empfiehlt er. Ein Bewegungsplan könne helfen, Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit zu kombinieren. So werde der Körper ganzheitlich gestärkt und Verletzungen vorgebeugt.
Bewegungsplan für mehr Gesundheit
Dr. Graumann rät zu einer Kombination aus täglichen Spaziergängen, zwei- bis dreimal pro Woche Krafttraining und regelmäßigen Dehnübungen. „Bereits 30 Minuten moderate Bewegung an fünf Tagen pro Woche sind ein guter Richtwert“, erklärt er. Wer diesen Plan befolge, könne seine Gesundheit nachhaltig verbessern – unabhängig von der magischen 10.000-Schritte-Marke.



