OECD: Chinas Industrie erhält dreimal mehr Subventionen als Konkurrenz
Chinas Industrie: Subventionen dreimal höher als Konkurrenz

Brüssel. Chinesische Industrieunternehmen haben in den vergangenen rund zwanzig Jahren deutlich mehr staatliche Unterstützung erhalten als ihre internationale Konkurrenz. Zwischen 2005 und 2024 bekamen Chinas Unternehmen im Verhältnis zu ihrem Umsatz im Schnitt drei bis achtmal mehr Subventionen als ihre Wettbewerber in OECD-Ländern. Das teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der weite Teile Europas sowie unter anderem die USA und Japan angehören, mit.

Subventionen als Wettbewerbsvorteil

In ihrem Bericht bezeichnete die OECD die Schätzung zu chinesischen Unternehmen als konservativ – die tatsächlichen Unterschiede könnten also noch größer sein. Auch im Vergleich zu Schwellenländern wie Brasilien, Indien und Indonesien lägen die Subventionen für chinesische Firmen deutlich höher. Fachleute und heimische Industrievertreter kritisieren seit Längerem, dass China mit Subventionen und gewaltigen Überkapazitäten den Markt verzerrt.

Marktanteilsgewinne durch Förderung

Rund 60 Prozent der globalen Marktanteilsgewinne von chinesischen Unternehmen in dem untersuchten Zeitraum seien auf die Förderung zurückzuführen, teilte die OECD weiter mit. Dies unterstreicht die enorme Wirkung der staatlichen Unterstützung auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Firmen.

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Höchststände bei Industriesubventionen

Allgemein hätten Industriesubventionen zuletzt Höchststände erreicht, gab die OECD an. Nach einem Rekordhoch im Jahr 2023 beliefen sich die Subventionen in 15 wichtigen Industriesektoren im Jahr 2024 demnach auf insgesamt 108 Milliarden US-Dollar, was 1,3 Prozent der Umsatzerlöse der Unternehmen entspreche. Besonders betroffen sind drei Sektoren: die Elektroautoindustrie, die Solarbranche und die Stahlproduktion.

Die OECD fordert daher mehr Transparenz und eine stärkere internationale Koordination, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Die hohen Subventionen Chinas könnten langfristig zu Überkapazitäten und Preisdumping führen, was anderen Volkswirtschaften schadet.

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