Billy the Kids Grab hinter Gittern: Warum der Käfig ihn schützt
Billy the Kids Grab hinter Gittern: Warum der Käfig ihn schützt

Auf einem kleinen Friedhof im US-Bundesstaat New Mexico liegt ein Grab hinter schweren Eisengittern. Die letzte Ruhestätte soll Billy the Kid gehören, einer der bekanntesten Figuren des Wilden Westens. Billy the Kid, dessen bürgerlicher Name Henry McCarty lautete, wurde zur Legende der amerikanischen Geschichte. Sein kurzes Leben, seine Flucht vor dem Gesetz und sein gewaltsamer Tod lieferten den Stoff für zahlreiche Bücher und Filme. Mit nur 21 Jahren soll Billy the Kid 1881 von Sheriff Pat Garrett erschossen worden sein.

Zweifel an der offiziellen Geschichte

Schon kurz nach seinem Tod entstanden Zweifel an der offiziellen Darstellung. Einige Menschen behaupteten später, Billy the Kid habe die Schüsse überlebt und unter anderer Identität weitergelebt. Historiker sind sich bis heute nicht in allen Punkten einig. Selbst die Zahl der Menschen, die Billy the Kid tatsächlich getötet haben soll, ist umstritten. Während manche Quellen von deutlich mehr Opfern sprechen, gelten nur wenige Tötungen als gesichert. Und sogar die letzte Ruhestätte des Mannes, der als Revolverheld und Westernlegende in die Geschichte einging, wirft Fragen auf.

Nicht einmal der Grabort ist sicher

Nach offizieller Darstellung wurde Billy the Kid in Fort Sumner beerdigt, gemeinsam mit zwei ehemaligen Bandenmitgliedern. Doch ob seine sterblichen Überreste tatsächlich dort liegen, ist unklar. Ein entscheidender Grund dafür ist eine Überschwemmung des nahe gelegenen Pecos River im Jahr 1904. Der Fluss trat über die Ufer und soll auf dem Friedhof zahlreiche Gräber beschädigt sowie Knochen und Grabmarkierungen durcheinandergebracht haben. Als in den 1930er-Jahren ein Gedenkstein errichtet wurde, war der genaue Bestattungsort offenbar nicht mehr eindeutig feststellbar. Die zuständige Kommission musste sich zwischen mehreren möglichen Stellen entscheiden.

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Diese Unsicherheit führte später zu einem ungewöhnlichen Problem. Weil nicht sicher war, ob der Stein tatsächlich den richtigen Ort markierte, betrachteten manche Fans des Revolverhelden ihn offenbar eher als Erinnerungsstück denn als Grabmal.

Zweimal verschwand der Grabstein

Der Grabstein wurde nicht nur einmal gestohlen, sondern gleich zweimal. Erst danach reagierte die Gemeinde von Fort Sumner. Um weitere Diebstähle zu verhindern, errichtete sie einen massiven Stahlkäfig über der Grabstätte. Die Gitter sollen nicht den Toten einschließen, sondern den Gedenkort schützen. Der ungewöhnliche Anblick hat den Ort zusätzlich bekannt gemacht. Jedes Jahr kommen nach Angaben vor Ort rund 35.000 Besucher nach Fort Sumner, um das Grab des legendären Revolverhelden zu sehen.

Ob Billy the Kid tatsächlich unter dem geschützten Grabstein begraben liegt, bleibt allerdings bis heute ungeklärt. Gerade diese Mischung aus Geschichte, Legende und offenen Fragen macht den Ort für viele Besucher so faszinierend.

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