Rumäniens Präsident Nicusor Dan hat bestätigt, dass die nahe der rumänisch-ukrainischen Grenze in ein Wohnhaus eingeschlagene Drohne aus Russland stammt. Es handele sich um eine russische Drohne vom Typ Geran-2, die am Donnerstagabend in der Stadt Galati eingeschlagen sei, erklärte Dan auf der Plattform X. Dies sei die "eindeutige Schlussfolgerung" eines umfassenden technischen Gutachtens, das die "alleinige Verantwortung" Moskaus belege.
Einschlag in Wohnblock verletzt zwei Menschen
Durch den Drohneneinschlag in der Nacht zum Freitag wurden in Galati ein 14-Jähriger und eine 53-jährige Frau verletzt. Zudem brach ein Feuer aus. Es war der erste Drohneneinschlag in einem Wohnhaus außerhalb der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Jahr 2022. Rumänien machte für den Vorfall vollumfänglich Moskau verantwortlich.
Moskau dementiert und beschuldigt Ukraine
Die russische Botschaft in Bukarest beschuldigte dagegen die Ukraine, eine Provokation inszeniert zu haben. Auch Russlands Präsident Wladimir Putin betonte am Freitag, die Herkunft der Drohne sei noch unklar. Solange keine gründliche Analyse vorliege, könne "niemand" die Herkunft mit Sicherheit bestimmen.
Technisches Gutachten liefert eindeutige Beweise
Rumäniens Staatschef erklärte, auf den geborgenen Fragmenten sei der kyrillische Schriftzug Geran-2 festgestellt worden. "Die analysierten elektronischen Bauteile, Navigationssysteme, Steuermodule, der Motor sowie die Strukturelemente weisen Ähnlichkeiten - teils sogar identische Merkmale - mit denen anderer Geran-2-Drohnen auf, die zuvor auf rumänischem Gebiet gefunden wurden", so Dan. Physikalische und chemische Analysen hätten zudem das Vorhandensein der gleichen Material- und Treibstoffarten bestätigt, die wiederholt in Geräten dieser Serie nachgewiesen worden seien. Zur Untermauerung veröffentlichte Dan vier Bilder, die mutmaßlich die Drohne zeigen.
Internationale Reaktionen und Dank aus Kiew
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj dankte seinem rumänischen Kollegen für dessen "Klarheit". "Fakten sind das beste Mittel gegen Putins Lügen", erklärte Selenskyj in Online-Medien. Sie bewiesen, "dass Russlands Manipulationen nicht durchgehen werden". Der Vorfall war international scharf verurteilt worden. Im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine kommt es immer wieder zu Luftraumverletzungen durch Drohnen Russlands oder der Ukraine.



