Unifil-Soldat im Südlibanon getötet – Neue Eskalation im Nahost-Konflikt
Unifil-Soldat getötet – Eskalation im Libanon

Ein Soldat der UN-Friedensmission Unifil ist im Südlibanon nach einem Mörserangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Vorfall ereignete sich am späten Mittwochabend nahe der Ortschaft Mardsch Ujun. Der Soldat wurde zunächst in ein Krankenhaus in Beirut gebracht, wo er in den frühen Morgenstunden starb. Zwei weitere Blauhelme wurden verletzt. Unifil leitete eine Untersuchung ein, machte aber keine Angaben zur Herkunft des Angriffs. Die Mission verzeichnete zuletzt eine zunehmend hohe Zahl an Flugbahnen und Einschlägen in der Region.

Neue Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und Libanon

Israel und der Libanon haben sich bei Gesprächen in Washington auf die Umsetzung einer Waffenruhe geeinigt. In einer gemeinsamen Erklärung wurde die Schaffung von Pilotzonen unter exklusiver Kontrolle der libanesischen Armee vereinbart. Weitere Gespräche sollen noch im Juni folgen. Allerdings machten beide Seiten klar, dass die Umsetzung von einer vollständigen Einstellung der Angriffe der Hisbollah abhängt. Die Hisbollah hat sich bislang nicht zu der Vereinbarung geäußert und lehnt direkte Gespräche ab.

Israelische Warnung an libanesische Zivilbevölkerung

Das israelische Militär warnte die Bewohner des Südlibanons vor einer Rückkehr in ihre Dörfer. Die Kämpfe gingen weiter, und es würden weiterhin Hisbollah-Ziele angegriffen. Bewohner sollten nicht südlich des Sahrani-Flusses reisen. Israelische Truppen bleiben vorerst im Südlibanon, wie Verteidigungsminister Israel Katz erklärte. Die Feuerpause sieht vor, dass die Hisbollah ihre Kämpfer südlich des Litani-Flusses zurückzieht und die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt.

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Trump: USA übernehmen iranisches Uran – Gespräche könnten am Wochenende enden

US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die USA die iranischen Bestände an hochangereichertem Uran übernehmen werden. Bei den laufenden Verhandlungen zeigte er sich optimistisch: Die Gespräche liefen sehr gut, eine Einigung sei möglicherweise am Wochenende erreichbar. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hingegen sprach von keinen greifbaren Fortschritten. Als Bedingung für weitere Gespräche nannte Teheran die Einstellung der israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon.

Chamenei warnt vor Spaltung und ruft zur Einheit auf

Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, warnte in einer verlesenen Botschaft vor Versuchen des Feindes, das Land zu spalten. Er rief zur nationalen Einheit auf. Chamenei, der nach dem Tod seines Vaters zum Nachfolger ernannt wurde, ist seit seiner Ernennung nicht öffentlich aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt.

Weitere Entwicklungen im Nahost-Konflikt

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen wurden trotz Waffenruhe mindestens neun Palästinenser getötet, darunter fünf Mitglieder einer Familie. Die Verhandlungen über die zweite Phase des Abkommens sind festgefahren. Derweil wies Kuwait zwei iranische Diplomaten aus, nachdem es zu Angriffen auf den Flughafen von Kuwait gekommen war. Die iranischen Revolutionsgarden bestreiten eine Beteiligung und machen einen Fehler des US-Patriot-Systems verantwortlich.

Die Wall Street schloss angesichts der Nahost-Sorgen und steigender Ölpreise im Minus. Investoren befürchten, dass der anhaltende Konflikt die Inflation weiter anheizen könnte. Israels Ministerpräsident Netanjahu erklärte, der Konflikt mit dem Iran sei noch nicht vorbei, und die Entscheidung über eine vollständige Rückkehr zu Militäraktionen liege bei Trump.

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