Trump dementiert Abbruch der Iran-Gespräche
US-Präsident Donald Trump hat Berichte über einen Abbruch der indirekten Gespräche zwischen den USA und Iran dementiert. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, die Gespräche würden „mit hoher Geschwindigkeit“ fortgesetzt. Zuvor hatten iranische Medien gemeldet, dass die Verhandlungen gestoppt worden seien.
Telefonat mit Netanyahu: Keine israelischen Truppen nach Beirut
Trump äußerte sich nach einem Telefonat mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Dieser habe zugesichert, dass keine israelischen Truppen in den Libanon entsandt würden. Bereits auf dem Weg befindliche Einheiten seien zurückbeordert worden. Zudem habe Trump über Vermittler mit der Hisbollah-Miliz kommunizieren lassen, die erklärt habe, Israel nicht anzugreifen.
Netanyahus Darstellung: Keine Deeskalation im Libanon
Netanyahu selbst äußerte sich später in sozialen Netzwerken und stellte die Lage anders dar. Er kündigte an, Israel werde „Terrorziele“ in Beirut angreifen, falls die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstelle. Gleichzeitig werde die israelische Armee ihre Operationen im Südlibanon wie geplant fortsetzen.
Libanons Präsident: Angriffsstopp nur für südliche Vororte Beiruts
Libanons Präsident Joseph Aoun erklärte, der Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah beziehe sich zunächst nur auf die südlichen Vororte Beiruts. Im Gegenzug solle die Hisbollah auf Angriffe gegen Israel verzichten. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden. Die Hisbollah habe dem US-Vorschlag zugestimmt.
Iranische Forderungen für Wiederaufnahme der Gespräche
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass Gespräche zwischen den USA und Iran über ein Ende des seit drei Monaten andauernden Kriegs erst wieder aufgenommen würden, wenn Irans Forderungen erfüllt seien. Dazu zählten ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus besetzten Gebieten im Libanon.
Weitere Eskalation trotz Deeskalationsbemühungen
Die Lage zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah im Libanon bleibt angespannt. Trotz einer Mitte April geschlossenen Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Regierung lehnt die Hisbollah Verhandlungen mit Israel ab. Beide Seiten greifen sich weiterhin täglich an, wobei es vor allem im Libanon immer wieder zu Opfern kommt.
Ausblick: Weitere Gespräche in Washington
Vertreter beider Länder verhandeln seit einigen Wochen in Washington über Bedingungen für eine Entschärfung des Konflikts. Ein Durchbruch blieb bisher aus. Für den kommenden Dienstag sind weitere Gespräche in der US-Hauptstadt geplant.



