Frankreich: Toter Finnwal schnell von Strand entfernt
Toter Finnwal in Frankreich schnell abtransportiert

Walstrandung auf Île de Ré: Behörden handeln schnell

Ein weiblicher Finnwal ist am vergangenen Freitagabend (29. Mai) an der Küste der französischen Atlantikinsel Île de Ré gestrandet. Das zwölf Tonnen schwere und zehn Meter lange Tier verendete in der Nacht zum Samstag. Bereits wenige Stunden später war der Kadaver vom Strand von Rivedoux-Plage verschwunden. Ein Kran verlud den Wal auf einen Lastwagen, der ihn abtransportierte. Schaulustige verfolgten das Spektakel.

Schnelle Reaktion im Vergleich zu „Timmy“

Während sich in Deutschland wochenlang die Diskussion um den gestrandeten Buckelwal „Timmy“ hinzog, der nach aufwendiger Rettungsaktion in der Nordsee starb und nun vor Dänemark verwest, zeigen die Franzosen, wie es effizienter geht. Der Abtransport des Finnwals erfolgte innerhalb weniger Stunden. Die Behörden handelten umgehend, um Verwesungsprozesse zu vermeiden, die zur Explosion des Kadavers führen können – wie 2004 in Taiwan geschehen.

Experten: Seltene Strandung an Atlantikküste

Walstrandungen an der französischen Atlantikküste sind ungewöhnlich. Jean-Roch Meslin, Experte für Meeressäuger, bezeichnete den Vorfall gegenüber der Zeitung „Ouest-France“ als „außergewöhnliches Ereignis“. Ein Mitarbeiter des nationalen Strandungsnetzwerkes (Réseau national d‘échouage) sagte gegenüber „France 3 Régions“: „Es ist nicht normal, dass sie hier gestrandet ist. Es muss einen Zwischenfall in der Gruppe gegeben haben. Sie muss sich schon lange verirrt haben und ist dann bei Rivedoux gestrandet.“

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Obduktion soll Todesursache klären

Nach dem Abtransport des Finnwals ist eine Obduktion geplant, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Ob diese ebenfalls so zügig erfolgt wie der Abtransport, bleibt abzuwarten. Die Hintergründe der Strandung sollen aufgeklärt werden.

Gefahr von Walexplosionen

Bei toten Walen besteht die Gefahr, dass sich durch Verwesungsgase der Körper aufbläht und schließlich explodiert. Ein bekanntes Beispiel ereignete sich 2004 in Taiwan: Ein 60 Tonnen schwerer Pottwal sollte abtransportiert werden, doch während des Transports kam es zu einer Explosion, die der Bürgermeister von Tainan als „widerliche Sauerei“ beschrieb. Die schnelle Bergung auf Île de Ré verhinderte ein solches Szenario.

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