Anschlag in Damaskus: Zehn Tote und 21 Verletzte
Bei einem Bombenanschlag in einem Café im Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Donnerstag zehn Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Das teilte das syrische Gesundheitsministerium am Freitag mit. Zuvor war die Zahl der Toten mit neun und die der Verletzten mit 20 angegeben worden.
Die Explosion ereignete sich in der Nähe des Justizpalastes in einem belebten Viertel. Nach der Detonation brach Panik aus. Den Behörden zufolge wurde die Explosion durch einen am Tatort platzierten Sprengsatz verursacht. Die selbst gebaute Bombe wog etwa ein Kilogramm und enthielt Metallteile.
Ermittlungen und Reaktionen
„Die Verantwortlichen für dieses Blutvergießen werden bestraft“, sagte der Gouverneur von Damaskus, Maher Eldibi. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden. Der stellvertretende UN-Sondergesandte für Syrien, Claudio Cordone, erklärte auf der Plattform X, die Täter „sollten vor Gericht gestellt werden“. Ein Bekennerschreiben oder eine entsprechende Mitteilung liegt bislang nicht vor.
Hintergrund: Sicherheitslage in Syrien
Die Regierung unter Präsident Ahmed al-Sharaa ist bemüht, nach dem langen Bürgerkrieg die Sicherheit im Land wiederherzustellen. Dennoch hat es seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad durch islamistische Milizen im Dezember 2024 in Damaskus mehrere tödliche Anschläge gegeben. Im Juni 2025 wurden bei einem Angriff auf eine Kirche 25 Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich damals eine sunnitische, islamistische Gruppe. Die syrischen Behörden machten die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich. Im Mai wurde in der Altstadt von Damaskus ein Soldat durch eine Autobombe getötet.



