Eine fehlgeleitete ukrainische Seedrohne ist im rumänischen Hafen Constanta explodiert. Dies bestätigte ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums auf der Plattform X. Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums wurde bei der Explosion niemand verletzt oder getötet. Das unbemannte Seefahrzeug war mit Sprengstoff beladen und sprengte sich selbst in die Luft.
Ursache der Fehlleitung
Nach Darstellung des ukrainischen Sprechers sei die Drohne infolge von russischen Störsignalen unsteuerbar geworden und von ihrem Weg abgekommen. Die ukrainische Marine habe die rumänischen Partner rechtzeitig informiert. Rumänien, ein NATO-Mitglied, hat eine rund 600 Kilometer lange Grenze zur Ukraine und unterstützt das Nachbarland im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg, der seit über vier Jahren andauert.
Reaktion der Behörden
Die Behörden in Constanta lösten Alarm aus und ordneten die Räumung des Hafens am Schwarzen Meer an, nachdem die Seedrohne entdeckt worden war. Die Explosion ereignete sich, als das rumänische Militär dabei war, die Drohne unschädlich zu machen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.
Schäden und Hintergrund
Durch die Explosion entstanden Schäden an einer Lagerhalle und einem Schiff, sagte der Präfekt des Kreises Constanta, Adrian Picoiu, gegenüber der Nachrichtenagentur Mediafax. Militärexperten zufolge zerstören sich Drohnen dieser Art selbst, wenn die Verbindung zum Operator abbricht. In der Vergangenheit drangen wiederholt russische Drohnen in den rumänischen Luftraum ein. Beim schwersten Zwischenfall schlug eine Drohne in einem Wohnhaus in Galati nahe der ukrainischen Grenze ein, verursachte einen Brand und verletzte zwei Bewohner. Seit Kriegsbeginn in der Ukraine sind mehrfach Trümmer russischer Drohnen auf rumänisches Gebiet gefallen.



