Ukraine attackiert russisches Satelliten-Zentrum bei Moskau
Ukraine attackiert russisches Satelliten-Zentrum bei Moskau

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das russische Satellitenkommunikationszentrum in Dubna angegriffen. Bei dem Angriff auf die Anlage in der Region Moskau sei starke Rauchentwicklung beobachtet worden, teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte am Montag mit. Das genaue Ausmaß der Schäden werde derzeit noch ermittelt. Laut der Website der russischen Satellitenkommunikationsgesellschaft (RSCC) ist die Anlage in Dubna die größte Satelliten-Bodenstation in Russland und eine der größten in Europa.

Russland wirft Ukraine Bedrohung von Belarus vor

Die russische Regierung wirft der Ukraine vor, die Souveränität ihres engen Verbündeten Belarus zu bedrohen. Es gebe jedoch keinen Zweifel daran, dass die Führung in Minsk in der Lage sei, sich selbst zu verteidigen, erklärt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj droht Belarus mit Maßnahmen, sollte das Land nicht umgehend militärisches Gerät abziehen, das Russland nach seinen Worten zur Koordinierung von Angriffen auf die Ukraine nutzt. Der russische Staatschef Wladimir Putin und der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko würden die Äußerungen Selenskyjs besprechen, kündigt Peskow an.

Krim-Brücke gesperrt und Benzinverkauf gestoppt

Russische Behörden auf der von Moskau besetzten ukrainischen Halbinsel Krim informierten in der Nacht über die Schließung der Krim-Brücke zwischen Kertsch und dem russischen Festland für den Autoverkehr. Auch der Hafen Kawkas auf der russischen Seite der Straße von Kertsch soll bei dem Angriff getroffen worden sein. Dort liegen ebenfalls ein Kraftstoffterminal und ein Öldepot. Auch der Fährverkehr zwischen dem Festland und der Krim wurde eingestellt. Der Schließung der Krim-Brücke gehen neue massive ukrainische Drohnenangriffe voraus. Auf der Halbinsel gibt es eine Benzin-Krise. Der von Moskau eingesetzte Statthalter von Sewastopol, Michail Raswoschajew, informierte am Morgen bei Telegram, dass sich die Kraftstofflieferungen weiter verzögerten. Die für Sonntag geplante Zuteilung von Benzin für Autofahrer müsse abgesagt werden, teilte er mit. Tanken sei nur für die operativen Dienste möglich.

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Ukraine: Tote bei russischen Angriffen

Durch russische Angriffe sind in der Ukraine mindestens fünf Menschen getötet worden. In der Gemeinde Snob-Nowhorodske im nordostukrainischen Gebiet Sumy habe ein Drohnenangriff das Haus einer kinderreichen Familie getroffen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Ein 13-Jähriger, sein Vater und seine Großmutter seien ums Leben gekommen. Die Mutter und zwei Geschwister im Alter von 10 und 13 Jahren wurden den Angaben zufolge verletzt. Die Ortschaft liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt. In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurde eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Drei weitere seien verletzt worden. Der Flugkörper schlug demnach in ein Haus in einem Wohngebiet ein und löste einen Brand aus.

Russland wehrt Dutzende Drohnen über Moskau ab

Die russische Luftabwehr hat am frühen Morgen nach eigenen Angaben Dutzende Drohnen über Moskau abgeschossen. Insgesamt seien fast 60 auf die Hauptstadt zusteuernde Drohnen abgefangen worden, teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Rettungskräfte seien zu den Absturzstellen entsandt worden. Der Flugverkehr an den Hauptstadtflughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo sowie im nahegelegenen Schukowski sei vorübergehend eingestellt worden, erklärt die Luftfahrtbehörde.

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