Ukraine greift russische Ölanlagen bei Sankt Petersburg an
Ukraine attackiert Ölanlagen nahe Sankt Petersburg

Angriff auf russische Ölhäfen an der Ostsee

Die Ukraine hat am 4. Juli 2026 erneut russische Ölanlagen angegriffen, diesmal mit Drohnen gegen Häfen bei Sankt Petersburg. Nach Angaben des Gouverneurs von Leningrad, Alexander Drosdenko, stürzten Teile von Drohnen im Hafen von Wyssozk am Finnischen Meerbusen ab. Insgesamt seien 67 Drohnen abgeschossen worden, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. In Wyssozk befindet sich ein großes Terminal zur Ölverladung.

Auch der Ölhafen von Sankt Petersburg wurde offenbar getroffen. Videos in russischen und ukrainischen Telegramkanälen zeigen Einschläge. Unabhängige Bestätigungen liegen nicht vor, und die Behörden der Millionenstadt gaben keine Angaben dazu. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte nur Angriffe auf das Umland von Sankt Petersburg, nicht auf das Stadtgebiet. Landesweit seien über Nacht 389 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden.

Hintergrund der ukrainischen Angriffe

Kyjiw hat seine Angriffe auf russische Infrastruktur in diesem Jahr verstärkt. Bereits Anfang Juni hatte die Ukraine den Ölhafen von Sankt Petersburg getroffen, als dort das Wirtschaftsforum von Kremlchef Wladimir Putin begann. Die Stadt liegt rund 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt. In Teilen Russlands gibt es wegen der Angriffe auf Ölanlagen Kraftstoffengpässe.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vier Tote in Sumy durch russische Gleitbomben

Gleichzeitig setzte Russland seine Angriffe auf ukrainisches Gebiet fort. Am Freitagabend griff die russische Luftwaffe die nordostukrainische Großstadt Sumy mit sechs Gleitbomben an. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen ums Leben, 27 wurden verletzt. In den Trümmern eines Wohnhauses werden noch Verschüttete vermutet, teilte die Gebietsverwaltung von Sumy mit. Kampfjets klinken diese Bomben im sicheren eigenen Luftraum aus, sie werden dann über Dutzende Kilometer ins Ziel gelenkt.

Umstrittene Lage an der Front

Die Frontlage bleibt undurchsichtig. Laut Moskau hat das russische Militär die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine eingenommen. Kremlchef Wladimir Putin lobte die Einnahme als wichtigen strategischen Erfolg. Die Ukraine wies diese Behauptung jedoch zurück und bezeichnete sie als Fake, wie es aus Kyjiw heißt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration