Seltener Fund: Sowjetische Kanone aus Neiße in Brandenburg geborgen
Seltener Fund: Sowjetische Kanone aus Neiße geborgen

Sensationsfund in Brandenburg

In Brandenburg wurde ein seltener Fund aus dem Zweiten Weltkrieg gemacht. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat am Dienstag bei Forst (Lausitz) eine sowjetische Kanone aus der Neiße geborgen. Die Regimentskanone vom Kaliber 76 Millimeter wurde bei Gewässerpflegearbeiten etwa 20 Kilometer östlich von Cottbus entdeckt. Laut Behördenangaben bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung. Das Geschütz sei fachgerecht gesichert und abtransportiert worden.

Historischer Hintergrund

Das Infanteriegeschütz Modell M1943 kam in den letzten Jahren des Krieges gegen Nazi-Deutschland zum Einsatz. Rund 5.122 Stück dieser Kanone wurden produziert. Sie diente Soldaten der Roten Armee zum Beschuss von Feldbefestigungen und ungepanzerten Zielen. Mit Kriegsende stellte die Sowjetunion die Produktion ein, da Reichweite und Durchschlagskraft als unzureichend empfunden wurden.

Bergung und Zustand

Die Bergung der Kanone wurde mehrere Tage lang von Tauchern vorbereitet, wie die „Lausitzer Rundschau“ berichtet. Zunächst wurde sie unter Wasser von Sand und Schlick befreit, bevor ein Kran die Waffe aus dem Fluss heben konnte. Der Zustand der Kanone ist erstaunlich gut. Die Jahrzehnte im Fluss hinterließen zwar eine dicke Rostschicht auf dem fast vollständig aus Stahl gefertigten Geschütz, aber selbst die Räder hätten sich noch gedreht, berichtete ein Experte der Zeitung.

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Kriegsgeschichte der Region

An der Neiße war es im Raum Forst bei Kriegsende zu schweren Kämpfen zwischen der vorrückenden Roten Armee und der Wehrmacht gekommen. Die Stadt selbst, lange vom Kriegsgeschehen verschont, wurde bei Kämpfen im April 1945 fast vollständig zerstört.

In Deutschland werden immer wieder Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen. Zuletzt machte der Fund eines Sturmgeschützes in Nordholz Schlagzeilen. Das Panzerfahrzeug war bei Bauarbeiten entdeckt worden. Ähnlich wie bei dem Geschütz in der Neiße, war auch das Sturmgeschütz besonders gut erhalten geblieben.

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