Berlin. Claudia Tetling litt seit ihrer Kindheit unter starker Migräne. Im Rahmen einer Studie fand sie endlich Erleichterung und berichtet: „Habe nur noch halb so viele Kopfschmerztage.“ Die 61-Jährige erinnert sich, dass die Erkrankung bereits im Alter von sechs oder sieben Jahren begann. Damals äußerte sie sich durch Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und das Alice-im-Wunderland-Syndrom. „Ich sah merkwürdige Bilder, von denen ich nicht wusste, ob sie wirklich waren“, erzählt Tetling.
In der Pubertät verstärkten sich die Symptome. „Ich musste mich oft ins Bett legen, alles verdunkeln, konnte keine Gerüche, keine Geräusche ertragen. Ich konnte das aber wegschlafen, am nächsten Tag war alles wieder in Ordnung.“ Doch mit der Zeit änderte sich das. Die starken Kopfschmerzen traten auch während der Periode auf und hielten mehrere Tage an. Sie kamen bei Autofahrten, Wetterwechseln und bei Anspannung. Lange war Tetling nicht klar, dass es sich um Migräne handelte. Erst nach der Diagnose half ihr die Teilnahme an einer Studie, die ihr Leben veränderte.
Weg zur Besserung
Die Studie ermöglichte es Claudia Tetling, ihre Migräne besser zu verstehen und zu behandeln. Heute hat sie nur noch halb so viele Kopfschmerztage wie zuvor. Die Behandlung umfasste unter anderem die Anpassung von Medikamenten und Lebensgewohnheiten. Tetling betont, wie wichtig die Forschung für Betroffene ist: „Ohne die Studie hätte ich vielleicht nie diese Erleichterung gefunden.“
Hintergrund der Erkrankung
Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen äußert. Begleitsymptome wie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sind häufig. Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht, aber genetische und Umweltfaktoren spielen eine Rolle. Studien wie die von Tetling helfen, neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.



