Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zum Montag von einer schweren russischen Raketen- und Drohnenattacke getroffen worden. Nach Angaben der ukrainischen Behörden kamen dabei mindestens neun Menschen ums Leben, weitere 46 wurden verletzt. Die Explosionen waren in mehreren Stadtteilen zu hören und sorgten für erhebliche Zerstörungen.
Heftige Einschläge in der gesamten Stadt
Laut dem ukrainischen Militär wurden die Angriffe mit Marschflugkörpern und Kampfdrohnen durchgeführt. Die Luftabwehr konnte einen Teil der Geschosse abfangen, doch mehrere Raketen und Drohnen durchbrachen die Verteidigung und trafen Wohngebiete sowie zivile Infrastruktur. Rettungskräfte sind im Einsatz, um Verschüttete zu bergen und die Brände zu löschen.
Der Angriff erfolgt nur zwei Tage vor dem geplanten Nato-Gipfel, bei dem unter anderem über weitere Militärhilfe für die Ukraine beraten werden soll. Die ukrainische Führung verurteilte die Attacke scharf und forderte eine verstärkte westliche Unterstützung.
Internationale Reaktionen und Ausblick
Die Vereinten Nationen zeigten sich bestürzt über die erneuten Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Ein Sprecher des UN-Generalsekretärs betonte, dass derartige Attacken gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen. Die Nato kündigte an, auf dem Gipfel neue Maßnahmen zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr zu prüfen.
In Kiew selbst herrscht nach den Explosionen eine angespannte Stimmung. Viele Bewohner suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und Kellern. Die Stadtverwaltung rief die Bevölkerung auf, in Sicherheit zu bleiben und sich über offizielle Kanäle zu informieren.



