Der Iran-Krieg treibt die Preise für Baumaterialien in Deutschland in die Höhe. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, kosteten im Mai viele auf Erdölbasis oder energieintensiv hergestellte Produkte deutlich mehr als ein Jahr zuvor.
Bitumen und Flachglas besonders betroffen
Bitumen auf Erdölbasis, das unter anderem im Straßenbau und zur Abdichtung von Dächern, Gebäuden und Fundamenten verwendet wird, verteuerte sich um 31,2 Prozent. Energieintensiv hergestellte Baustoffe wie Flachglas, das typischerweise für Fenster, Glastüren oder -wände genutzt wird, stiegen um 15,4 Prozent.
Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt
„Hohe Baukosten haben neben anderen Faktoren dazu geführt, dass zuletzt weniger Wohnungen gebaut wurden“, erklärten die Statistiker. „Nachdem bereits seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine die Preise für die meisten Baumaterialien gestiegen waren, haben sich aktuell viele Materialien verteuert, die auf Erdölbasis oder energieintensiv hergestellt werden.“
Die USA und Israel hatten Ende Februar den Krieg gegen den Iran begonnen. Infolgedessen stiegen die Preise für Erdöl und Erdgas deutlich an, was die Inflation anheizt. Auch die Bauzinsen sind gestiegen, was Bauen zusätzlich verteuert. Dabei fehlen in Deutschland Hunderttausende Wohnungen.
Mehr: Die Erzeugerpreise steigen so stark wie seit Mai 2023 nicht mehr.



