Iran-Krieg: Kuwait setzt Flüge nach Drohnenangriff aus – Live-Blog
Iran-Krieg: Kuwait setzt Flüge nach Drohnenangriff aus

Der Iran-Krieg eskaliert weiter: Nach einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait hat das Land den kommerziellen Flugverkehr vorübergehend ausgesetzt. Mindestens eine Person kam dabei ums Leben, wie das Außenministerium am Mittwoch mitteilte. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Saud Abdulasis al-Otaibi, berichtete von mehreren Verletzten. „Eine Reihe feindlicher Drohnen“ habe das Passagiergebäude getroffen und schwer beschädigt. Der Flughafen war erst am Montag nach einer kriegsbedingten Schließung wieder geöffnet worden. Kuwaitische Staatsmedien meldeten zunächst, die nationale Fluggesellschaft Kuwait Airways setze den Betrieb bis auf Weiteres aus. Kurz darauf gab die zivile Luftfahrtbehörde bekannt, dass der Flughafen teilweise wieder geöffnet sei und Flüge von einem anderen Terminal aus wieder aufgenommen wurden. Weitere Flüge entfielen jedoch.

Trump: Iran stimmt Verzicht auf Atomwaffen zu

US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Podcast-Interview, dass der Iran einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt habe. Zudem sei Irans Ajatollah an Verhandlungen mit den USA beteiligt. „Sie haben bereits zugestimmt, dass sie keine Atomwaffe besitzen werden“, so Trump. Die Führung in Teheran betont jedoch stets, dass ihr umstrittenes Nuklearprogramm ausschließlich zivilen Zielen diene.

Israel fängt „feindliches Flugobjekt“ aus dem Libanon ab

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben ein „feindliches Flugobjekt“ abgefangen, das aus dem Libanon in den Luftraum über dem Norden Israels eingedrungen war. Die Armee brachte den Vorfall zunächst nicht mit der libanesischen Hisbollah-Miliz in Verbindung, die auch keine Verantwortung übernahm. Der Libanon hatte zuvor eine Teilwaffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verkündet, wonach Israel seine Angriffe auf die von der Hisbollah kontrollierten Vororte Beiruts einstellt, während die Miliz ihre Angriffe auf Israel stoppt.

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USA sanktionieren größte iranische Kryptobörse

Die USA haben Sanktionen gegen die größte iranische Kryptowährungsbörse Nobitex sowie deren Führungsebene verhängt. Das US-Finanzministerium wirft dem Unternehmen vor, der Regierung in Teheran sowie sanktionierten staatlichen Institutionen bei der Umgehung westlicher Strafmaßnahmen geholfen zu haben. Neben der Börse selbst wurden die beiden Gründer – zwei Brüder aus der einflussreichen Charrasi-Familie – sowie Firmenchef Amir Hossein Rad auf die Sanktionsliste gesetzt. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, während sich die iranische Wirtschaft im freien Fall befinde, nutze das Regime digitale Vermögenswerte für seine eigenen korrupten Zwecke, darunter die Umgehung von Sanktionen und der Transfer von Vermögen ins Ausland. Die Maßnahmen folgen auf eine im Mai veröffentlichte Recherche der Nachrichtenagentur Reuters, die aufdeckte, dass Nobitex zu einem wichtigen Knotenpunkt in einem parallelen Finanzsystem geworden war. Über die Plattform seien Hunderte Millionen Dollar für die iranische Zentralbank und die Islamischen Revolutionsgarden abgewickelt worden, selbst während staatlich verordneter Internetabschaltungen. Nobitex hatte gegenüber Reuters direkte Verbindungen zur Regierung zurückgewiesen und bestritten, dem Staat wissentlich geholfen zu haben.

Weitere Entwicklungen im Iran-Krieg

Das US-Militär wehrte nach eigenen Angaben einen größeren Angriff des Irans auf Ziele in der Golfregion ab. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das Regionalkommando Centcom mit. Als Reaktion seien „Selbstverteidigungsschläge“ auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt worden. Iranische Medien berichteten, die Revolutionsgarden hätten das Hauptquartier der 5. US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt mit Raketen und Drohnen angegriffen. Kuwait meldete erneut feindliche Angriffe mit Raketen und Drohnen, die Luftabwehr sei im Einsatz. Bahrain gab Sirenenalarm und forderte die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen. Das US-Militär feuerte zudem eine Rakete auf einen unbeladenen Öltanker vor der iranischen Insel Kharg und setzte ihn außer Gefecht, da er versucht habe, einen iranischen Hafen anzulaufen.

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US-Außenminister Marco Rubio distanzierte sich von israelischen Plänen, 70 Prozent des Gazastreifens zu erobern, und betonte, dies sei nicht Teil des US-Plans. Trump bekräftigte, dass die Gespräche mit dem Iran ununterbrochen weitergingen. Der Irak sucht angesichts der Sperrung der Straße von Hormus neue Öl-Exportwege und will die Pipeline-Lieferungen massiv ausweiten. Israels Ministerpräsident Netanjahu hielt am Ziel fest, die iranische Regierung zu stürzen, und forderte die Iraner auf, sich gegen ihre Führung aufzulehnen. Der Iran erklärte hingegen, es gebe keine Gespräche mehr mit den USA, solange der Krieg im Libanon andauere. Bei israelischen Angriffen im Libanon kamen acht Menschen ums Leben. Unicef warnte vor steigenden Kosten und unterbrochenen Lieferketten infolge der Nahost-Krise, die die Versorgung von Kindern mit lebensrettenden Hilfsgütern bedrohen. Trump soll Netanjahu in einem Telefonat beschimpft haben, während Bundeskanzler Merz zur Beruhigung der Lage im Libanon aufrief. Im Gazastreifen wurden durch israelischen Beschuss mindestens drei Menschen getötet. Trump nannte die „nächste Woche“ als möglichen Zeitraum für eine Einigung mit dem Iran. Der Iran berät noch über den Vorschlag für ein Abkommen mit den USA, wie die Nachrichtenagentur Mehr meldete.