Iran-Krieg: Teheran droht nach US-Angriffen mit Vergeltung
Iran droht nach US-Beschuss mit Gegenschlägen

Iran droht nach US-Beschuss mit Gegenschlägen

Nach den US-Angriffen auf Ziele im Iran in Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers droht Teheran mit Gegenschlägen. „Unsere schlagkräftigen Streitkräfte werden keinen Angriff und keine Bedrohung unbeantwortet lassen“, schrieb der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in der Nacht auf der Plattform X. „Verlassen Sie unsere Region, wenn Sie in Sicherheit sein wollen. Die Geschichte des Persischen Golfs kennt viele Kapitel über das tragische Schicksal von Eindringlingen“, fügte er hinzu.

Das US-Nachrichtenportal „Axios“ zitierte einen US-Beamten, wonach die US-Streitkräfte zuvor iranische Luftabwehr- und Radarsysteme rund um die Straße von Hormus bombardierten. Das US-Regionalkommando Centcom hatte auf X geschrieben: „Die Mission stellt eine verhältnismäßige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar.“

Kreise: US-Militärhubschrauber kollidierte mit iranischer Drohne

Ein nahe der Straße von Hormus abgestürzter US-Militärhubschrauber ist nach Angaben eines US-Regierungsvertreters nach einer Kollision mit einer iranischen Drohne zu Boden gegangen. Das teilte der Beamte der AP am Dienstag (Ortszeit) mit. Unklar sei, ob die Kollision absichtlich herbeigeführt wurde, hieß es weiter. Die Ermittlungen dauerten noch an. In offiziellen Stellungnahmen hieß es bislang lediglich, dass der Absturz untersucht werde. Zuvor hatten bereits CNN, CBS News und andere Medien über eine Kollision mit einer iranischen Drohne berichtet.

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Präsident Donald Trump erklärte, der Iran habe den Hubschrauber während eines Patrouillenfluges über der Straße von Hormus abgeschossen. In einem Beitrag in sozialen Medien erklärte er, die USA müssten „notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren“. Das US-Militär teilte später mit, Angriffe gegen den Iran begonnen zu haben. Die iranischen Staatsmedien berichteten unterdessen von Explosionen auf der Insel Keschm in der Straße von Hormus.

US-Militär: Vergeltungsschläge gegen den Iran begonnen

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mit Vergeltungsschlägen gegen den Iran begonnen. Diese seien auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump und als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers erfolgt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. „Die Mission stellt eine verhältnismäßige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar“, begründete das US-Militär sein Vorgehen. Die Angriffe hätten um 17.00 Uhr US-Ostküstenzeit begonnen.

Nähere Angaben zum Umfang der Angriffe machte Centcom zunächst nicht. Zuvor hatte der Iran nach Angaben von Trump einen US-Militärhubschrauber abgeschossen. Die USA müssten notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren, teilte er mit. Zwei Piloten des abgeschossenen Apache-Hubschraubers seien unverletzt und in Sicherheit.

Nach Berichten der iranischen Nachrichtenagentur Mehr wurden am Abend (Ortszeit) in der Hafenstadt Sirik am Golf von Oman und Umgebung von Bewohnern Explosionen gemeldet, ohne dass diese eindeutig zugeordnet werden konnten.

Bericht: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: „Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen – mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation.“ Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach.

Trump wirft Iran Abschuss von Hubschrauber vor und droht mit Reaktion

US-Präsident Donald Trump wirft dem Iran vor, in der Nacht einen US-Kampfhubschrauber abgeschossen zu haben. Der hochmoderne Hubschrauber vom Typ Apache sei über der Straße von Hormus auf Patrouillenflug gewesen, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. „Die USA müssen zwangsläufig auf diesen Angriff auf einen Hubschrauber reagieren.“

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Iran beschlagnahmt zahlreiche Vermögen von Kritikern

Irans Justiz hat eigenen Angaben zufolge mehr als 200 Vermögen von Kritikern und Regierungsgegnern beschlagnahmt. Justizsprecher Asghar Dschahangir sprach iranischen Medien zufolge von „Vaterlandsverrätern“, deren Besitz und Vermögen konsequent eingezogen werde. Auf welchen Zeitraum er sich bezog, blieb zunächst unklar. Die iranische Regierung begründet ihre Maßnahmen mit dem Kampf gegen mutmaßliche Spione und Verräter. Kritiker werfen der iranischen Führung auch vor, mit der Beschlagnahme von Vermögen die Kriegskasse füllen zu wollen. Dutzende Menschen wurden bereits seit Kriegsbeginn hingerichtet.

Hisbollah-Kämpfer dringt nach Israel ein und wird erschossen

Ein bewaffnetes Mitglied der libanesischen Hisbollah-Miliz ist nach israelischen Angaben nach Israel vorgedrungen und hat dort das Feuer auf israelische Soldaten eröffnet. Die Truppen im Bereich des Ramim-Höhenzugs hätten zurückgefeuert und den Angreifer „ausgeschaltet“, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Keiner der Soldaten sei verletzt worden.

Westliche Staaten verhängen Sanktionen gegen Siedler in Westjordanland

Großbritannien, Frankreich, Kanada, Australien, Neuseeland und Norwegen haben am Dienstag koordinierte Sanktionen gegen extremistische israelische Siedler im Westjordanland verhängt. Dies teilte der französische Außenminister Jean-Noel Barrot mit. Die Staaten reagierten damit auf eine Verschlechterung der Sicherheitslage in dem Gebiet. Frankreich habe zudem ein Einreiseverbot gegen den israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich, vier Anführer von Siedlerorganisationen sowie 21 gewalttätige Siedler verhängt, erklärte Barrot auf der Plattform X. Die Staatengruppe warnte, sie sei zu weiteren Schritten bereit, sollte die israelische Regierung nicht unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Situation vor Ort zu verbessern.

Libanon: Acht Tote bei israelischem Angriff auf Hafenstadt Tyros

Bei einem israelischen Angriff auf die historische Hafenstadt Tyros im Südlibanon werden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen getötet. Zuvor hat das israelische Militär erstmals eine Evakuierungsaufforderung für die gesamte Stadt erlassen.

UN: Tödliche Siedler-Gewalt im Westjordanland nimmt zu

Die Gewalt israelischer Siedler gegen palästinensische Zivilisten im Westjordanland hat laut einer UN-Kommission weiter zugenommen. Im vergangenen Jahr hätten Siedler mindestens sieben Palästinenser getötet und 832 weitere verletzt, hieß es im Bericht der UN-Untersuchungskommission. Damit habe sich die Zahl der Opfer gegenüber 2024 mehr als verdoppelt. Dem Bericht zufolge ermöglichten israelische Behörden diese Angriffe durch finanzielle und militärische Unterstützung. Israels Justiz- und Strafverfolgungsbehörden wiederum hätten für Siedlergewalt jahrzehntelang Straffreiheit gewährt. Israel weist Kritik am Vorgehen von Siedlern im Westjordanland gegen Palästinenser regelmäßig als unbegründet zurück. Die unerbittlichen, täglichen Angriffe israelischer Siedler auf Palästinenser sind unerträglich und müssen aufhören, so UN-Kommissionsvorsitzender Srinivasan Muralidhar. Die internationale Gemeinschaft müsse massiven Druck auf Israel ausüben, damit die Gewalt gegen die Siedler ein für alle Mal ende. Die EU hatte kürzlich wegen der Gewalt radikaler israelischer Siedler zusätzliche Sanktionen verhängt.

Israelischer Evakuierungsaufruf für die libanesische Stadt Tyros

Trotz der wiederaufgenommenen Waffenruhe mit dem Iran hat das israelische Militär einen Evakuierungsaufruf für die libanesische Küstenstadt Tyros herausgegeben und damit vor möglichen Angriffen gewarnt. Erstmals umfasst der Aufruf auch das christliche Viertel der Stadt. Zur Begründung hieß es am Dienstag, Kämpfer der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz seien dort aktiv. Beweise dafür legte die Armee zunächst nicht vor. Bisherige Räumungsaufforderungen hatten das christliche Viertel ausgeklammert. Das israelische Militär hatte die Einwohner jedoch zuvor gewarnt, dass auch dieses Gebiet ins Visier genommen werden könnte, sollte die Hisbollah dort weiterhin präsent sein. Solchen Evakuierungsaufrufen folgen häufig Angriffe der israelischen Armee.

Israel fordert Aufhebung des Haftbefehls gegen Netanjahu

Nach der Suspendierung des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofes fordert Israels UN-Botschafter eine Aufhebung des Haftbefehls gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Suspendierung Karim Khans beweise, „dass diese Institution bis ins Mark verdorben ist“, schrieb UN-Botschafter Danny Danon auf X. „Nun ist es an der Zeit, die ungeheuerlichen Haftbefehle gegen Ministerpräsident Netanjahu aufzuheben!“ Die Suspendierung Khans erfolgte vor dem Hintergrund von Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen eine enge Mitarbeiterin. Der Chefankläger lässt sein Amt seit gut einem Jahr vorläufig ruhen und wollte zurückkommen, wenn die Vorwürfe geklärt sind. Er bestreitet alle Vorhaltungen.

US-Kampfhubschrauber nahe der Straße von Hormus abgestürzt

Nahe der Straße von Hormus ist ein US-Militärhubschrauber abgestürzt. Die Piloten seien „wohlauf“, erklärte US-Präsident Donald Trump am späten Montagabend Journalisten. „Niemand ist verletzt. Wir werden morgen einen Bericht veröffentlichen. Aber die Piloten sind in Ordnung.“ Die „New York Times“ hatte zuerst berichtet, dass ein Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee unter bislang ungeklärten Umständen nahe der Meerenge abgestürzt sei. Iranische Staatsmedien berichteten unter Berufung auf ausländische Quellen über den Absturz, machten jedoch keine weiteren Angaben zu den Hintergründen.

Irans UN-Botschafter hofft auf Einigung mit den USA bis Ende Juni

Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani hofft auf eine Einigung in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran bis Ende Juni. Der Botschafter sagte am Montag (Ortszeit), die Vereinigten Staaten und der Iran „stellen ihre Standpunkte bereit und tauschen sie aus, um zu einem Abschluss zu gelangen“ – unter Vermittlung Pakistans. „Wir haben noch kein endgültiges Dokument erhalten, aber wir arbeiten daran, es zu bekommen“, sagte er der AP. Ob er glaube, dass dies bis Ende dieses Monats geschehen werde? „Wir hoffen es. Wir hoffen es“, antwortete Iravani. Er betonte, dass die Waffenruhe umfassend sei und für die gesamte Region gelte, einschließlich des Libanons – was Israel jedoch zurückweist. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Montag, Israel werde seine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon fortsetzen, selbst wenn es weitere Angriffe auf den Iran vorerst zurückfährt.

Trump warnt Netanjahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang

US-Präsident Donald Trump warnt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagt Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. „Ich habe gesagt: 'Bibi (Netanjahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'“, zitiert das Portal den US-Präsidenten.

Iran: Neuer Sicherheitsgürtel von Hormus bis zum Roten Meer

Die iranischen Al-Kuds-Brigaden kündigen die Errichtung eines neuen Sicherheitsgürtels an. Dieser „Gürtel des Widerstands“ soll sich von der Straße von Hormus bis zur Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie vom Golf bis zum Roten Meer erstrecken, sagt der Kommandeur Esmail Kaani nach Angaben von staatlichen Medien. Unter dem Begriff „Widerstand“ oder „Achse des Widerstands“ fasst die Führung in Teheran ihre Verbündeten in der Region zusammen, zu denen unter anderem die Huthi-Rebellen im Jemen gehören.

Libanons Präsident bietet Israel Gespräche über Nichtangriffspakt an

Der libanesische Präsident Joseph Aoun richtet einen seltenen Appell an Israel und bietet Verhandlungen über ein Ende des Krieges an. Eine militärische Lösung werde den Menschen im Norden Israels niemals Sicherheit bringen, sagt Aoun in einem Interview mit dem Sender CNN. Der Libanon sei bereit für Gespräche. Ein Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu schließt Aoun jedoch vor einer Einigung aus. Bei der angestrebten Vereinbarung solle es sich um einen Nichtangriffspakt und nicht um ein vollständiges Friedensabkommen handeln.

Irans Chefunterhändler: Werden US-Seeblockade durchbrechen

Der Iran will die von den USA errichtete Seeblockade nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Bagher Ghalibaf durchbrechen. Man werde sie in eine weitere Niederlage für den Feind verwandeln, teilt Ghalibaf auf seinem Telegram-Kanal mit. „Wir werden weder nur kämpfen noch nur verhandeln; vielmehr werden wir zu unserer eigenen Zeit kämpfen und zu unserer eigenen Zeit verhandeln“, erklärt er. Das Ziel des Iran sei ein Ende des Krieges und eine stabile Sicherheit. Man habe kein Vertrauen in die Gegenseite.

US-Militär greift Tanker mit Ziel iranischer Hafen an

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der einen iranischen Hafen ansteuern wollte. Der unbeladene Öltanker habe gegen die US-Blockade von iranischen Häfen verstoßen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Man habe den Maschinen- und Steuerraum des unter der Flagge Palaus fahrenden Schiffes beschossen, nachdem die Besatzung Anweisungen nicht befolgt habe. Das Schiff sei manövrierunfähig. Das indische Ministerium für Schifffahrt hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Öltanker mit 24 indischen Seeleuten an Bord in Brand geraten sei. Es habe Berichte über ein Feuer auf der „MT Marivex“ gegeben. Nach vorliegenden Informationen seien alle indischen Besatzungsmitglieder in Sicherheit. Unweit davon befindet sich die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormus, die derzeit de facto durch den Iran blockiert wird. Die USA haben im Iran-Krieg deshalb ihrerseits eine Blockade von iranischen Häfen verhängt. Seit Beginn am 13. April waren laut Centcom sieben Schiffe manövrierunfähig gemacht worden.

Iranische Behörde hebt Flugverbot wieder auf

Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel Beschränkungen im Flugverkehr wieder aufgehoben. „Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden“, sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim. Nach neuen gegenseitigen Luftangriffen Israels und des Irans hatte das Land seinen kompletten Luftraum am Nachmittag geschlossen. Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück.

Israel ruft zur teilweisen Evakuierung von Tyros im Südlibanon auf

Das israelische Militär ordnet die Evakuierung von Teilen der südlibanesischen Stadt Tyros an. Die Bewohner eines bestimmten Gebiets in der Küstenstadt sollten sich in Sicherheit bringen, teilt die Armee mit. Um welche Stadtteile es sich genau handelt, ist zunächst nicht bekannt. Solchen Warnungen folgen in der Regel Angriffe der israelischen Armee auf Ziele in den betroffenen Gebieten. Tyros liegt am Mittelmeer und ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Israel hat dort in der Vergangenheit Ziele im Rahmen seiner Offensive gegen die radikal-islamische Hisbollah-Miliz angegriffen.

Netanjahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen auf Iran

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigte Netanjahu an. „Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um.“ Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz seien deutlich geschwächt, doch Israels Konflikt mit ihnen sei noch nicht beendet, erklärte Netanjahu. Beide hätten in den letzten 24 Stunden versucht, Israel eine „neue Gleichung“ aufzuzwingen. „Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schießen und dass wir nicht reagieren.“ Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er.

Israel droht Hisbollah mit Angriffen auf Beirut-Vororte

Israel will nach den Worten seines Verteidigungsministers auf jeden Hisbollah-Angriff im Norden des Landes mit einem Gegenangriff auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut reagieren. Diese gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. „Für die Dahija (die südlichen Vororte von Beirut) gilt dasselbe wie für die Ortschaften im Norden Israels“, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. „Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah fortsetzen“, sagte Katz ferner. „Wir weisen die Drohungen des Iran entschieden zurück.“ Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde „mit großer Härte beantwortet werden“.

Irak öffnet Luftraum nach Sperrung wieder

Der Irak hat seinen Luftraum nach einer vorübergehenden Sperrung wieder geöffnet. Das teilte die irakische Zivilluftfahrtbehörde am Montag mit. Zuvor hatte die Behörde angekündigt, den Luftraum für 72 Stunden zu schließen, nachdem sich Israel und der Iran erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe am 7. April wieder schwere Gefechte geliefert hatten.

Brand auf indischem Tanker im Persischen Golf

Ein Öltanker mit 24 indischen Seeleuten an Bord ist im Persischen Golf in Brand geraten. Es gebe Berichte über ein Feuer auf der „MT Marivex“, teilte das Ministerium für Schifffahrt in Neu-Delhi mit. Nach vorliegenden Informationen seien jedoch alle indischen Besatzungsmitglieder in Sicherheit. Angaben zur Ursache des Brands, möglichen Schäden und ob das Schiff Ziel eines Angriffs gewesen sein könnte, wurden zunächst nicht gemacht. Laut dem Schiffsdatendienst MarineTraffic befand sich der 134,85 Meter lange Tanker nahe der Küste Omans im Persischen Golf. Er fuhr demnach unter der Flagge Palaus. Unweit des Aufenthaltsorts befindet sich die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormus, die derzeit de facto durch den Iran blockiert wird. Der Tanker habe zum Zeitpunkt des Brands keine Ladung gehabt, berichteten die Zeitung „The Indian Express“ und andere indische Medien unter Berufung auf das Ministerium. Die Hintergründe des Vorfalls würden von den indischen Behörden derzeit untersucht.