Drohnenangriff auf Moskauer Ölraffinerie: Rauch über Kapotnja
In der Nacht zum 18. Juni 2026 haben ukrainische Drohnen die Ölraffinerie in Moskau angegriffen. Ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Reuters berichtete von Flammen und dicken Rauchwolken im südöstlichen Stadtteil Kapotnja, wo sich die Raffinerie befindet. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte auf Telegram mit, die russische Luftabwehr habe über 40 anfliegende Drohnen abgeschossen, mehrere hätten jedoch die Raffinerie erreicht. In einem Moskauer Außenbezirk wurde ein Einkaufszentrum durch herabfallende Trümmer leicht beschädigt. Verletzte gab es nicht. Die Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur verschärfen die Treibstoffknappheit in Russland.
Russland greift Kiew mit ballistischen Raketen an
Das russische Militär feuerte am späten Abend des 17. Juni mehrere ballistische Raketen auf Kiew ab. Der Militärgouverneur der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, meldete auf Telegram: „Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an.“ Ein dpa-Korrespondent berichtete von mehreren Explosionen in der Innenstadt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe waren mindestens zwei Raketen auf die Drei-Millionen-Stadt gerichtet, eine weitere auf das zentralukrainische Gebiet Poltawa.
Selenskyj telefoniert mit Trump und Macron
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte auf Telegram mit, er habe zum Abschluss des G7-Gipfels in Évian mit US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gesprochen. „Es war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, das viel verändern könnte.“ In einem weiteren Beitrag erklärte Selenskyj, er habe in Brüssel auch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die G7-Ergebnisse gesprochen. „Die Hauptsache ist, an der Stärkung unserer Verteidigung zu arbeiten und US-Lizenzen für die Produktion von Luftabwehrsystemen zu erhalten.“
Trump erwägt Wiedereinführung von Russland-Sanktionen
US-Präsident Donald Trump schließt eine Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland nicht aus. Er habe sicherstellen wollen, dass der Ölpreis niedrig bleibe, sagte Trump. „Ich werde sie vielleicht wieder einführen“, erklärte er mit Blick auf die Strafmaßnahmen. Das US-Finanzministerium veröffentlichte keine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für Sanktionen auf russisches Öl, das über den Seeweg transportiert wird. Die Regelung war um Mitternacht (Ortszeit) abgelaufen.
Ukrainische Drohne trifft Reisebus mit Kindern
Beim Einschlag einer Drohne in einen Bus einer Schülermannschaft in der westrussischen Region Brjansk wurde nach offiziellen Angaben eine Frau getötet. Sieben Personen, darunter fünf Kinder, wurden ins Krankenhaus eingeliefert, teilte das russische Gesundheitsministerium mit. Insgesamt saßen 44 Personen im Bus, darunter 28 Kinder einer Fußballmannschaft aus dem belarussischen Gomel. Der Bus war auf dem Weg zum Badeort Gelendschik an der Schwarzmeerküste. Die Region Brjansk grenzt an die Ukraine. Das ukrainische Militär beschießt dort Fahrzeuge mit Drohnen, um den Nachschub russischer Invasionstruppen zu behindern. Dabei gab es bereits mehrfach zivile Opfer. Das Außenministerium in Minsk will den Vorfall prüfen. Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach von einem Terrorangriff und warf der Ukraine vor, „Jagd auf friedliche Bürger und insbesondere Kinder zu machen“. Unicef zufolge wurden in der Ukraine durch russische Angriffe mehr als 3.400 Kinder verletzt oder getötet.
Ukraine attackiert Tanker der russischen Schattenflotte
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben den Tanker „FINA A“ der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer angegriffen. Der ukrainische Generalstab teilte auf Telegram mit, das Ziel sei erfolgreich getroffen worden; das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt. Zudem wurden zwei Straßenbrücken in von Russland besetzten Gebieten attackiert: eine Brücke über den Nord-Krim-Kanal nahe der Siedlung Stawky und eine weitere Brücke nahe Wojinka im besetzten Teil der Region Cherson. Mit der Schattenflotte umgeht Russland westliche Sanktionen und verkauft sein Öl auf dem Weltmarkt. Dabei kommen oft veraltete Tanker mit unklaren Besitzverhältnissen zum Einsatz, die eine Gefahr für die Umwelt darstellen.
Selenskyj begrüßt G7-Zusagen
Beim G7-Gipfel in Frankreich hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Selenskyj wichtige Zusagen für weitere Unterstützung erhalten. Die Spitzenpolitiker der führenden Industrienationen versprachen, die ukrainische Luftverteidigung zu stärken, die Energieversorgung zu sichern und den wirtschaftlichen Druck auf Moskau zu erhöhen. „Der G7-Gipfel in Frankreich hat wichtige Ergebnisse für die Ukraine gebracht“, schrieb Selenskyj auf X. „Unsere Partner werden unsere Verteidigung und unsere Widerstandsfähigkeit im Energiebereich unterstützen.“ Er erklärte zudem, dass neue Sanktionen gegen Moskau verhängt würden. Seit dem russischen Einmarsch im Februar 2022 hat Selenskyj viel Zeit darauf verwendet, internationale Unterstützung zu sichern. Er wird voraussichtlich am Donnerstag an einem EU-Gipfel in Brüssel teilnehmen. Am Montag hatte die EU offiziell Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufgenommen.
Bundesregierung: Russland kann Krieg nicht gewinnen
Die schwindenden militärischen Aussichten Russlands im Ukraine-Krieg machen nach Einschätzung der Bundesregierung Friedensverhandlungen wahrscheinlicher. „Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen. Das wird immer deutlicher“, sagte ein Regierungssprecher in Berlin. Die Bundesregierung wolle gemeinsam mit den G7-Partnern diese Dynamik nutzen, um einen neuen Anlauf für ernsthafte Friedensgespräche zu nehmen. Russland zeige bisher jedoch keine Verhandlungsbereitschaft.
Starmer spricht mit Trump über Russland-Sanktionen
Der britische Premier Keir Starmer hat nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump über Sanktionen gegen Russland gesprochen. Starmer sagte dem Sender ITV, er habe ein sehr konstruktives Gespräch über die Ukraine geführt. Ob Trump bereits entschieden habe, die im Zuge des Iran-Kriegs gelockerten US-Sanktionen gegen russisches Öl wieder in Kraft zu setzen, wisse er nicht. Die G7 seien entschlossen, der Ukraine zur Seite zu stehen, etwa durch weitere Sanktionen. Trump hatte am Dienstag beim G7-Gipfel eine Wiedereinführung der Sanktionen in Aussicht gestellt, allerdings erst, wenn der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder anlaufe.
US-Öl-Sanktionen gegen Russland ausgelaufen
Die Gültigkeit einer Ausnahmeregelung zu gelockerten US-Sanktionen gegen russisches Öl ist abgelaufen. In der Nacht zu Mittwoch (US-Ortszeit) endete die im Dokument des US-Finanzministeriums festgelegte Periode. Es blieb unklar, ob die USA eine Verlängerung planen. Trump hatte auf dem G7-Gipfel eine Rückkehr zu den Öl-Sanktionen in Aussicht gestellt, sich aber nicht auf einen Zeitpunkt festgelegt.
Russische Luftangriffe auf Saporischschja
Bei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine gab es nach Behördenangaben mindestens ein Todesopfer und sieben Verletzte. Wegen russischer Drohnen galt eine Warnung vor weiteren Einschlägen. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow wurde zivile Infrastruktur beschädigt, ein mehrstöckiger Wohnblock ging in Flammen auf. Nach Polizeiangaben wurde ein Mann getötet, als eine Drohne sein Auto traf. Auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum wurden beschädigt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Vier Tote bei russischen Angriffen in Ost- und Südostukraine
Bei russischen Angriffen auf Städte im Osten und Südosten der Ukraine kamen nach offiziellen Angaben vier Menschen ums Leben. In Slowjansk in der Region Donezk starben drei Menschen bei zwei Bombenangriffen, fünf weitere wurden verletzt. Slowjansk gehört zum ukrainischen „Festungsgürtel“, der die langsam vorrückende russische Offensive eindämmen soll. In Saporischschja wurde ein Mann bei einem Drohnenangriff in seinem Auto getötet, sieben weitere verletzt. Zudem gerieten ein Wohnhaus und ein Einkaufszentrum in Brand.
G7 wollen mit neuen Sanktionen Druck auf Russland erhöhen
Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. In einer Erklärung vom Gipfeltreffen in Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten.
Ukrainischer Kampfjet abgestürzt – Piloten tot
Beim Absturz eines ukrainischen Kampfflugzeugs vom Typ Su-24 sind beide Piloten ums Leben gekommen. Der Absturz ereignete sich am Abend in der Region Chmelnyzkyj im Westen des Landes, teilten die ukrainischen Luftstreitkräfte mit. Die Ursachen werden geprüft. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Das russische Militär hat ein starkes Übergewicht an Flugzeugen, der Verlust jedes einzelnen Kampfjets wiegt schwer.
Russische Fregatte gibt Warnschuss im Ärmelkanal ab
Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal einen Warnschuss auf eine Jacht abgegeben. Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA soll es sich um die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ handeln. Das Schiff war zwischen der Isle of Wight und der französischen Normandie unterwegs. Die Jacht soll dem russischen Schiff zu nahe gekommen sein. Erst vor einigen Tagen stoppte die britische Marine einen Öltanker der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal.
Hensoldt liefert Radare an Kiew
Die deutsche Rüstungsfirma Hensoldt hat auf der Messe Eurosatory in Paris eine Partnerschaft mit dem ukrainischen Waffenbauer Fire Point geschlossen. Ziel ist die Stärkung der ukrainischen Flugabwehr. Hensoldt ist für die Produktion, Erprobung und Lieferung von Radarsystemen für das ballistische Raketenabwehrsystem (BMD) verantwortlich. Die Radare können bis zu 1.500 unterschiedliche Luftziele erkennen und verfolgen.
Großbritannien und Kanada verhängen neue Russland-Sanktionen
Großbritannien und Kanada erhöhen den Druck auf Russland. Beim G7-Gipfel kündigten sie neue Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte und Rüstungsindustrie an. Kanadas Premier Mark Carney zufolge sollen 162 Personen, Unternehmen und Schiffe neu auf die Sanktionsliste kommen. Großbritannien verhängt 70 neue Sanktionen gegen die Schattenflotte, Lieferketten im Rüstungsbereich und illegale Finanznetzwerke. Ziel ist es, die Beschaffung westlicher Technologie für das russische Militär zu unterbinden.
Trump kündigt weiteres Treffen mit Selenskyj an
US-Präsident Donald Trump will sich auf dem G7-Gipfel erneut mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj treffen. Ob es ein Zweiergespräch wird, ließ Trump offen. „Russland sollte eine Einigung erzielen“, sagte Trump. Selenskyj war bereits am Morgen bei einem G7-Gespräch dabei und betonte, die Stärkung der Flugabwehr sei das wichtigste Ziel.
Kreml weist Selenskyjs Einladung zurück
Der Kreml hat bestritten, eine offizielle Einladung Selenskyjs zu einem Treffen mit Putin beim G7-Gipfel erhalten zu haben. „Es gibt derzeit keine offiziellen Kanäle zwischen Kiew und Moskau“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Putin habe gesagt, Selenskyj könne jederzeit nach Moskau kommen. Selenskyj hatte ein Treffen vorgeschlagen, Putin sei dazu nicht bereit gewesen.
China dementiert Vorwürfe zu Ausbildung russischer Soldaten
China hat Aussagen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas dementiert, wonach die Volksrepublik russische Soldaten für den Ukraine-Krieg ausgebildet haben soll. „Diese Behauptungen entbehren jeder faktischen Grundlage“, sagte Außenamtssprecher Lin Jian. Kallas hatte gesagt, die EU habe Berichte verifiziert, wonach das chinesische Militär russische Soldaten ausgebildet habe.
Lukaschenko ruft zu Kompromissen auf
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Russland und die Ukraine zur Kompromissbereitschaft aufgerufen. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagte der enge Verbündete Putins. Zwar rückten die russischen Truppen vor, jedoch litten beide Seiten unter einem Mangel an Soldaten. Belarus habe nichts von seinem Land zu befürchten.
Brand in Öllager in Südrussland
Herabstürzende Drohnentrümmer haben einen Brand in einem Öllager in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Es gebe keine Opfer, teilten die Behörden mit. Die Anlage befindet sich in der Gegend von Poltawskaja nahe der annektierten Krim.
Großbritannien plant neue Sanktionen gegen Schattenflotte
Großbritannien kündigte neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke an. Premierminister Starmer stellte die Details beim G7-Gipfel vor. Die Maßnahmen richten sich gegen Netzwerke zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches LNG transportieren, sind betroffen. Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund bereit, damit das Unternehmen Urenco angereichertes Uran an die Ukraine liefern kann.
Selenskyj lobt EU-Beitrittsverhandlungen
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat den Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen gelobt. „Die Eröffnung des ersten Clusters sendet das klare Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden kann“, sagte er in einem Video. Beide Länder hätten hart gearbeitet und würden den Beitritt gemeinsam schaffen. Die Beschleunigung der Gespräche sei die passende Antwort auf den russischen Angriffskrieg.



