Bei einem Schusswaffenvorfall im kanadischen Montreal sind drei Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um einen Polizisten, einen Bürger und den Angreifer. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Tat als „Albtraum“ und erklärte, die Hintergründe seien noch unklar. Neue Erkenntnisse würden in den kommenden Stunden erwartet.
Verletzte Polizistin und anhaltender Einsatz
Eine Polizistin wurde bei dem Einsatz verletzt. An sie gerichtet sagte der Beamte: „Halte durch, wir stehen hinter dir.“ Es gebe keine weiteren Verdächtigen, der Einsatz dauere jedoch an. Die Polizei hatte gegen Mittag (Ortszeit) vor einem „bewaffneten und gefährlichen Verdächtigen“ gewarnt und die Bevölkerung aufgefordert, das Viertel Côte-des-Neige zu meiden. Die Beamten seien per Notruf alarmiert worden und bei ihrer Ankunft unter Beschuss geraten, so der Sprecher.
Möglicher Anschlag in der Nähe eines jüdischen Zentrums
Der jüdische Rettungsdienst Zaka teilte mit, der Angriff habe sich in der Nähe eines Chabad-Zentrums ereignet. Es könnte sich um einen Anschlag handeln, hieß es. Die kanadische Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Die Chabad-Lubawitsch-Bewegung, die im späten 18. Jahrhundert gegründet wurde, will Juden ihrer Religion und ihren Traditionen näherbringen. Weltweit hat die Organisation nach eigenen Angaben mehr als 5000 Institutionen in über 100 Ländern.



