Der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel ist am vergangenen Wochenende erstmals wieder unter das Niveau vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs gefallen. Wie der ADAC mitteilte, lag der Tagesdurchschnitt am Freitag bei 1,733 Euro pro Liter – 1,3 Cent weniger als am letzten Tag vor dem Krieg (27. Februar). Auch am Samstag und Sonntag blieb der Preis mit 1,738 Euro pro Liter unter dem Vorkriegswert.
Preise sinken weiter am Montag
Der Trend setzte sich am Montag fort: Um 10.45 Uhr waren Diesel und Super E10 um 0,6 Cent günstiger als zur gleichen Zeit am Sonntag. Der Durchschnittspreis für Diesel lag zu diesem Zeitpunkt sogar knapp unter 1,70 Euro pro Liter. Allerdings gehört die Uhrzeit seit Einführung der 12-Uhr-Regel zu den günstigsten Tankzeitpunkten des Tages.
Superbenzin der Sorte E10 kostete am Sonntag 1,822 Euro pro Liter – 4,4 Cent mehr als vor Kriegsbeginn. Auch hier war der Freitag mit 1,819 Euro der günstigste Tag. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Preisspirale rund um Ostern waren Diesel zeitweise mehr als 70 Cent pro Liter teurer als vor dem Krieg, Benzin mehr als 40 Cent.
Ölpreis sinkt – Verhandlungen zwischen USA und Iran
Die Entspannung an den Zapfsäulen ist vor allem auf den gesunkenen Ölpreis zurückzuführen. Während Rohöl Anfang Juni noch über 120 Dollar pro Barrel kostete, ist es inzwischen deutlich günstiger. Grund dafür sind erste Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Abkommen zur Beilegung des Kriegs. Die Blockade der Straße von Hormus hatte den Ölpreis im März in die Höhe getrieben.
Tankrabatt wirkt – aber läuft aus
Eine wichtige Rolle spielt auch der Tankrabatt, der die Steuern pro Liter um 16,7 Cent senkt. Ohne ihn wären Benzin und Diesel deutlich teurer als vor Kriegsbeginn. Allerdings deuten die aktuellen Preise darauf hin, dass Diesel und E10 auch nach dem Auslaufen des Rabatts Ende Juni unter der 2-Euro-Marke bleiben könnten, so der ADAC.



