Brutale Messerattacke in Belfast: Mann fast enthauptet – Krawalle erschüttern Stadt
Brutale Messerattacke in Belfast: Mann fast enthauptet

Belfast (Nordirland) – Eine brutale Messerattacke hat schwere Unruhen in der nordirischen Hauptstadt Belfast ausgelöst. Ein Asylbewerber aus dem Sudan versuchte, einen 44-jährigen Mann mitten auf der Straße zu enthaupten. Nur das beherzte Eingreifen von Passanten verhinderte die grausige Tat. Das Opfer überlebte knapp und wird im Krankenhaus behandelt. Die Attacke führte zu pogromartigen Ausschreitungen gegen Ausländer.

Der Angriff am Montagabend

Am Montagabend gegen 22.30 Uhr Ortszeit hörten Anwohner plötzlich Schreie von der Straße. Sie sahen, wie der Sudanese auf einen Mann einstach. Als das Opfer zu Boden ging, kniete sich der Angreifer auf ihn und versuchte, mit einem Messer dessen Kopf abzutrennen. Videoaufnahmen zeigen die schockierenden Szenen.

Ein Passant namens Maitiu Mág Tighearnán verhinderte die Enthauptung. Der Familienvater schlug den Angreifer mit einem Hurlingstock, einem typisch irischen Sportgerät, von seinem Opfer herunter. Weitere Passanten eilten hinzu und überwältigten den Täter mit Tritten und Schlägen.

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Das Opfer Stephen O.

Das Opfer ist Stephen O., ein Schotte, der nach Belfast gezogen war und in einer Sozialwohnung lebte. Nachbarn beschreiben ihn als schutzbedürftig und alleinstehend. Er sei auf einem Ohr taub und habe sich selbst nicht versorgen können. Vor einem Jahr sei sein Fenster von einem Drogensüchtigen eingeworfen worden. Er sollte am 15. Juni in eine andere Wohnung umziehen. Bei dem Angriff erlitt er schwere Verletzungen an Rücken, Augen und Hals.

Der Täter

Bei dem Angreifer handelt es sich um einen Sudanesen, der im September 2023 aus Paris nach Belfast kam und sofort Asyl beantragte. Er erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung für fünf Jahre bis 2028. Erst eine Woche vor der Tat zog er in die Nähe seines Opfers, ebenfalls in eine Sozialwohnung. Der Mann war polizeilich nicht bekannt. Die Behörden schließen einen Terrorhintergrund aus. Das Motiv ist unklar. Er wurde wegen versuchten Mordes festgenommen und soll am Mittwoch einem Richter vorgeführt werden.

Krawalle in Belfast

Am Dienstagabend eskalierte die Lage. Maskierte Männer griffen Wohnhäuser von Ausländern an, vertrieben die Bewohner und legten Brände. Straßenbarrikaden wurden errichtet, Autos angehalten. Der Mob suchte gezielt nach Migranten. Die Polizei versuchte, die Krawalle zu beenden, wurde aber mit Ziegelsteinen beworfen. Die Unruhen dauerten bis in die Nacht an. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Landfriedensbruchs.

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