Unwetter in Deutschland: Hagel, Orkanböen und Tornados möglich
Unwetter: Hagel, Orkanböen und Tornados möglich

Schwere Gewitter im Südwesten erwartet

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Unwetterwarnung für den Südwesten Deutschlands herausgegeben. Demnach sind dort kräftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen möglich. Es besteht sogar die Gefahr von Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Auch kurzlebige Tornados können nicht ausgeschlossen werden, wie der DWD mitteilte.

Wetterlage im Detail

Am Abend könnte es auch im Südosten zu kräftigen Gewittern kommen. In der Nordwesthälfte Deutschlands frischt der Südwest- und Westwind deutlich auf, gebietsweise sind stürmische Böen zu erwarten. In Berlin und Brandenburg gestaltet sich der Donnerstag wechselhaft, mit teils schweren Gewittern am Nachmittag. Dabei sind Sturmböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde möglich, lokal eng begrenzt sogar bis zu 105 Kilometern pro Stunde. Vereinzelt kann es zu Starkregen und Hagel kommen.

Nacht zum Freitag: Entspannung

In der Nacht zum Freitag nehmen die Unwetter allmählich ab. Schauer und Gewitter werden schwächer. Grund dafür ist ein Sturmtief bei Schottland, das warme bis mäßig warme Meeresluft nach Deutschland bringt.

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Meteorologe warnt vor dynamischen Gewittern

DWD-Meteorologe Thorsten Kaluza erklärte: „Die heutige Wetterlage hat es in sich. Ab dem Mittag entwickeln sich von Westen her teils kräftige Gewitter, die aufgrund der Windverhältnisse eine markante Eigendynamik entwickeln können.“ Im Unterschied zu normalen Sommergewittern seien diese Gewitter dynamischer, organisierter und langlebiger, insbesondere bei den Windstärken. Er rät dringend, die Warnlage im Blick zu behalten, etwa auf der DWD-Website oder in Warn-Apps. Besonders bei Aktivitäten im Freien sollten die Handlungsempfehlungen beachtet werden.

Dauerregen in der Nacht zu Freitag

In der Nacht zum Freitag lässt die Gewitteraktivität nach, dafür setzt Regen ein. An den Alpen und vom Erzgebirge bis zum Zittauer Gebirge ist Stark- oder Dauerregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in zwölf Stunden möglich. An der Nordsee kann es steife Böen geben, in Gipfellagen erneut stürmische Böen bis Sturmböen mit bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Besonders im Norden und in den östlichen Mittelgebirgen sind örtlich markante Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen zu erwarten. Am späten Abend dürften die meisten nachlassen.

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