Trump-Regierung baut Ozeanüberwachungssystem ab – 900 Sensoren betroffen
Trump-Regierung baut Ozeanüberwachung ab – 900 Sensoren

Einschnitt für die Umweltforschung: Trump-Regierung baut Ozeanüberwachungssystem ab

Die US-Wissenschaftsbehörde National Science Foundation (NSF) hat angekündigt, mehr als 900 Instrumente zur Klimaforschung aus dem Atlantik und Pazifik zu bergen. Das 368 Millionen Dollar teure Netzwerk von Sensoren, bekannt als Ocean Observatories Initiative, soll abgebaut werden. Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf interne Mitteilungen der Behörde.

Das System wurde vor einem Jahrzehnt eingerichtet und überwacht Küstenumgebungen, marine Ökosysteme sowie starke Strömungen, die das globale Klima beeinflussen. Laut NSF-Sprecher Michael England steht die Entscheidung im Einklang mit der Strategie der Behörde, flexibler bei der Priorisierung sich wandelnder wissenschaftlicher Schwerpunkte und neuer Technologien vorzugehen.

Sensoren in strategisch wichtigen Regionen

Zu dem Überwachungssystem zählen Sensoren vor den Küsten Oregons, Washingtons, Alaskas und North Carolinas sowie in der Irmingersee zwischen Grönland und Island. Forschende nutzen die Daten, um unter anderem die Auswirkungen von Ozeantemperaturveränderungen auf die Fischerei zu untersuchen und frühzeitig größere Klimaveränderungen zu erkennen.

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Kritik aus der Wissenschaft

Der frühere kommissarische Chefwissenschaftler der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde, Craig McLean, sieht in der Demontage ein Muster der Trump-Regierung. Dies spiegele das anhaltende Unverständnis der gegenwärtigen Regierung für wissenschaftliche Werte und Leistungen wider. Durch die Zerstörung eines solchen Systems würden die Vereinigten Staaten erneut ins Abseits der globalen wissenschaftlichen Führung gedrängt, so McLean.

Der Schritt ist Teil einer Reihe von Maßnahmen der Trump-Regierung, die als Angriff auf die Klimawissenschaft gewertet werden. Bereits zuvor hatten rund 1900 Forschende in einem offenen Brief gegen den Großangriff auf die amerikanische Wissenschaft protestiert.

Die Bergung der Instrumente soll im Juni beginnen. Die NSF betont, dass die Entscheidung dazu diene, Mittel für neue Technologien und Prioritäten freizumachen. Kritiker befürchten jedoch langfristige Schäden für die Klimaforschung und die internationale Zusammenarbeit.

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