"Hot Podium Guy": Der Mikrofontester, der fünf britische Premiers überlebte
"Hot Podium Guy": Mikrofontester überlebte fünf Premiers

Er ist zurück: Kurz bevor Keir Starmer am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street seinen Rücktritt erklärte, tauchte er wieder vor den Kameras auf. Die Rede ist vom sogenannten „Hot Podium Guy“, dem 42-jährigen Toningenieur Tobias Gough. Seit 2019 führt der Mitarbeiter der britischen Agentur „MGi London“ Mikrofontests am Rednerpult vor der berühmten Nummer 10 durch – und verzückt damit regelmäßig das Internet.

Der Mann, der fünf Premierminister erlebte

Gough ist für viele Briten inzwischen mehr als nur ein Tontechniker. Er gilt als Vorbote wichtiger politischer Ereignisse: Immer wenn ein Premier zurücktritt, Neuwahlen ausruft oder sich an die Nation wendet, ist Gough mit seinem Test „one, two, three, four, five, six, seven, eight“ zu hören. Erstmals trat er 2019 in Erscheinung, als Theresa May ihr Amt niederlegte. Seitdem hat er vier weitere Regierungschefs kommen und gehen sehen – von Boris Johnson über Liz Truss und Rishi Sunak bis hin zu Keir Starmer.

Social-Media-Hype um den „Hot Podium Guy“

Besonders in den sozialen Medien feiern Nutzer den stets in schwarzen T-Shirts gekleideten Gough. Auf TikTok, Instagram und Facebook kursieren unzählige Videos von ihm. Die britische Presse hat den Hype längst aufgegriffen. Journalistin Katie Glass von der Londoner „Times“ bezeichnete ihn jüngst als „den einzig verlässlichen Mann in der Politik“. Und auch die Instagram-Community ist voll des Lobes: Nutzer „ebrukeskin“ schreibt: „Ab einem bestimmten Punkt sollte man ihn einfach zum Premierminister ernennen … er ist immerhin zuverlässig und beständig.“

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Ein Fels in der Brandung

User „tamoderos“ meint pathetisch: „In einer Welt voller Chaos sei der Fels in der Brandung, Tobias.“ „loisreid123“ stellt fest: „Der viel beschäftigtste Mann in ganz Westminster.“ Nicht alle Kommentare sind jedoch ernst: „danielbrocklebank“ sorgt sich um Goughs Kondition: „Er braucht endlich Urlaub! Er hat sich total verausgabt!!“

Gough selbst hält sich bedeckt. Er arbeitet weiter für MGi London und bleibt der verlässliche Mikrofontester vor der Downing Street – ein Symbol der Beständigkeit in einer politischen Landschaft, die in den letzten Jahren von häufigen Wechseln geprägt war.

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