Der US-Schauspieler Richard Gere, bekannt aus Filmen wie „Pretty Woman“, hat sich bei einem Besuch in Berlin erneut deutlich gegen die Migrationspolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump ausgesprochen. Bei der Vorstellung einer neuen Initiative für einen toleranteren Umgang mit Migration zeigte sich der 76-Jährige tief bestürzt. „Wir sprechen oft von Migranten, von Flüchtlingen, als wären sie anders als wir. Als gehörten sie zu einer anderen Kategorie von Menschen“, sagte Gere. „Ich schäme mich zutiefst dafür, das solltet ihr wissen.“
Schon früher scharfe Kritik an Trump
Bereits Anfang der Woche hatte Gere bei einer Preisverleihung scharfe Kritik an Trump geübt. „Wir leben im dunkelsten Moment, den ich auf diesem Planeten je erlebt habe“, sagte der Schauspieler. „Am ersten Tag hat dieser Typ fast alles demontiert, was an der US-Regierung und am US-Volk gut war.“ Gere, der sich seit Jahrzehnten für humanitäre Zwecke einsetzt, gilt als einer der wenigen Hollywoodstars, die den autoritären Kurs des US-Präsidenten offen kritisieren.
Hintergrund: Geres Engagement für Flüchtlinge
Der Schauspieler engagiert sich seit langem für die Rechte von Geflüchteten und Migranten. In Berlin betonte er, dass Migranten und Flüchtlinge nicht als andersartig betrachtet werden dürften. Die US-Regierung unter Trump verfolgt eine restriktive Einwanderungspolitik, die international auf Kritik stößt. Gere äußerte sich auch besorgt über die gesellschaftliche Spaltung in den USA.
Ob der Schauspieler aufgrund der politischen Lage in den USA nach Deutschland gekommen ist, ist nicht bekannt. Gerne würde man dem Verzweifelten mit einem Vers von Friedrich Hölderlin Hoffnung geben: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“



