Über der Ostsee kam es am Dienstag zu einem Einsatz von Nato-Kampfjets, nachdem sechs russische Militärflugzeuge entdeckt worden waren. Wie das Militärbündnis mitteilte, starteten zwei französische Jets von der Air Base im litauischen Šiauliai, um mehrere Abfangmanöver durchzuführen. Auch schwedische Kampfflugzeuge vom Typ JAS 39 Gripen waren an dem Einsatz beteiligt.
Hintergrund des Manövers
Die russischen Flugzeuge operierten nach Angaben der Nato im baltischen Zuständigkeitsbereich. Unter den abgefangenen Maschinen befanden sich ein Kampfflugzeug vom Typ Su-35, ein Il-76-Militärtransporter sowie weitere Aufklärungsflugzeuge. Die Nato veröffentlichte auf der Plattform X Bilder, die zeigen, wie die Jets in Reichweite der russischen Flieger manövrieren.
Operation Eastern Sentry
Der Einsatz erfolgte im Rahmen der Nato-Operation „Eastern Sentry“, die dem Schutz der Nato-Ostflanke dient. Solche Abfänge russischer Flugzeuge sind keine Seltenheit. Immer wieder lässt das Militärbündnis Jets aufsteigen, um russische Maschinen aus dem eigenen Einflussgebiet zu drängen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Spannung im Luftraum über der Ostsee.
Die Nato betont, dass die Abfangmanöver professionell und sicher durchgeführt wurden. Russland hat sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Experten sehen in solchen Begegnungen ein Zeichen für die erhöhte militärische Aktivität in der Region seit dem Ukraine-Konflikt.



