Iran stinksauer auf Trump: Irritation um angeblichen Verhandlungsabbruch
Iran stinksauer auf Trump: Irritation um Verhandlungsabbruch

Die angespannten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz sind von einem Zwischenbericht erschüttert worden. Iranische Staatsmedien meldeten am Sonntag, dass die iranische Delegation aus Verdruss über die Drohungen von US-Präsident Donald Trump die Gespräche abgebrochen und das Land verlassen habe. Diese Darstellung wurde jedoch von anwesenden Diplomaten umgehend dementiert. Die Verhandlungen, die auf 60 Tage angesetzt sind, sollen weiterhin planmäßig laufen.

Hintergrund der Verhandlungen

Die Gespräche in der Schweiz sind Teil eines diplomatischen Vorstoßes, um die Eskalation zwischen den beiden Ländern zu entschärfen. Themen sind unter anderem Teherans nukleare Ambitionen, die Aufhebung von Sanktionen, die Sicherheit der Straße von Hormus und der Krieg im Libanon. Die Verhandlungen begannen vor wenigen Tagen und sind als kritisch für die regionale Stabilität eingestuft.

Dementi und Verwirrung

Die iranischen Staatsmedien hatten berichtet, dass die Delegation aus Protest gegen Trumps aggressive Rhetorik abgereist sei. Ein Sprecher der US-Delegation erklärte jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: „Die iranische Delegation ist noch vor Ort. Es gibt keinen Abbruch.“ Auch Schweizer Vermittler bestätigten, dass die Gespräche fortgesetzt würden. Die widersprüchlichen Meldungen sorgten für Irritationen in den Hauptstädten Washington und Teheran.

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Reaktionen aus Teheran

Aus Teheran hieß es offiziell, man halte an den Verhandlungen fest, wolle sich aber nicht unter Druck setzen lassen. Ein iranischer Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte: „Wir sind nicht hier, um uns erpressen zu lassen. Die Drohungen Trumps sind kontraproduktiv.“ Die iranische Führung hatte zuvor betont, dass man nur bei gegenseitigem Respekt verhandeln werde.

Bedeutung der Straße von Hormus

Ein zentraler Streitpunkt ist die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Wasserstraßen für den weltweiten Öltransport. Der Iran hatte zuletzt mit einer Sperrung gedroht, falls die USA ihre Sanktionen nicht lockern. Eine Blockade würde die globalen Ölmärkte massiv beeinträchtigen. Die USA haben ihrerseits mit militärischen Konsequenzen gedroht.

Podcast und Hintergrundberichte

Der Militärexperte Carlo Masala analysiert in der neuesten Podcast-Folge „Iran, USA, Hormus: Die neue Eskalation“ die Lage. Die Berichterstattung der vergangenen Wochen über den Iran-Krieg kann auf der Webseite der Funke Mediengruppe nachgelesen werden. Die Redaktion arbeitet mit Material von dpa, AFP, KNA und epd.

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