Der Hasenkopf-Kugelfisch, ein gefährlicher Eindringling, breitet sich rasant im Mittelmeer aus. Inzwischen taucht er auch in flachen Badebuchten auf. Sein schnabelartiges Gebiss kann tiefe Bisswunden verursachen und sogar Blechdosen durchbeißen, wie die Hellenic Red Cross berichtet.
Rasante Ausbreitung im Mittelmeer
Der Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) stammt ursprünglich aus dem Indischen Ozean und dem Roten Meer. Durch den Suezkanal gelangte er ins Mittelmeer und hat sich dort in den letzten Jahren stark vermehrt. Besonders betroffen sind die Küsten Griechenlands, der Türkei und Zyperns. Die Art gilt als invasiv und stellt eine Gefahr für die heimische Tierwelt und den Menschen dar.
Gefahr für Badegäste
Die Fische werden bis zu 40 Zentimeter lang und besitzen kräftige Zähne, die wie ein Schnabel geformt sind. Damit können sie nicht nur Beute wie Krebse und Muscheln zerkleinern, sondern auch harte Gegenstände wie Blechdosen durchbeißen. Für Badegäste besteht die Gefahr von tiefen Bisswunden, wenn sie den Tieren zu nahe kommen. Die Hellenic Red Cross warnt daher vor dem Kontakt mit dem Fisch und rät, bei Sichtung sofort das Wasser zu verlassen.
Auswirkungen auf das Ökosystem
Der Hasenkopf-Kugelfisch ist nicht nur für Menschen gefährlich, sondern auch für das marine Ökosystem. Er frisst eine Vielzahl von Organismen und hat kaum natürliche Feinde im Mittelmeer. Zudem enthält sein Fleisch ein starkes Nervengift (Tetrodotoxin), das für Menschen tödlich sein kann. Der Verzehr ist daher strikt zu vermeiden.
Maßnahmen gegen die Ausbreitung
Die Behörden in den betroffenen Ländern versuchen, die Ausbreitung des Fisches einzudämmen. Dazu gehören gezielte Fangaktionen und Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung. Fischer werden angehalten, gefangene Exemplare zu melden und nicht wieder ins Wasser zu werfen. Allerdings gestaltet sich die Bekämpfung schwierig, da der Fisch sich schnell vermehrt und anpassungsfähig ist.



