Taiwan reagiert auf chinesische Seeoperation
Taiwan hat auf eine Seeoperation Chinas in den Gewässern östlich des Landes reagiert und eigene Schiffe der Küstenwache entsendet. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf taiwanesische Behörden. Taiwan sehe in der Operation Chinas einen Verstoß „gegen das Völkerrecht“, so die Behörden. Man habe die chinesischen Schiffe während des Vorgangs durchweg beobachtet.
Chinesische Schiffe östlich von Taiwan positioniert
China hatte am Samstag Schiffe östlich von Taiwan positioniert. Damit reagierte das Land auf eine kürzlich getroffene Vereinbarung zwischen Japan und den Philippinen, über die Seegrenzen in diesem Gebiet zu verhandeln und die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich zu vertiefen.
Das chinesische Verkehrsministerium organisierte am Samstag eine „spezielle Operation zur Durchsetzung der Seeverkehrsordnung“, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Dem Bericht zufolge zielte dieser Schritt darauf ab, Chinas „maritime Verwaltungshoheit“ auszuüben und nationale Interessen zu wahren.
Streit um Seegrenzen eskaliert weiter
Die Gespräche betreffen Gewässer östlich von Taiwan, der selbstverwalteten Demokratie, die Peking als sein Territorium beansprucht. Das Gebiet überschneidet sich zudem mit von China beanspruchten ausschließlichen Wirtschaftszonen. Die Gespräche „verletzten ernsthaft Chinas territoriale Souveränität sowie seine maritimen Rechte und Interessen“, so der Bericht von Xinhua.
Der Vorfall zeigt die zunehmenden Spannungen in der Region. Taiwanische Behörden betonten, dass man die chinesischen Aktivitäten genau verfolge und weiterhin auf diplomatischem Wege gegen die Verletzung des Völkerrechts vorgehen werde. China hingegen beharrt auf seiner Position und sieht die Gespräche zwischen Japan und den Philippinen als Provokation.



