Rettungsaktion für Verschütteten in Venezuela
Eine Woche nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela versuchen hunderte Rettungskräfte, einen lebend in den Trümmern entdeckten Mann zu retten. Der 43-jährige Hernan Gil steckte laut dem Bericht einer AFP-Reporterin am Mittwochabend (Ortszeit) im besonders schwer betroffenen Ort Catia La Mar weiter unter den Trümmern eines eingestürzten siebenstöckigen Gebäudes fest.
Hernan Gil habe als Wachmann in dem Gebäude gearbeitet, berichteten Anwesende. Als dieses einstürzte, sei er in seinem Wachhäuschen verschüttet worden. Rettungskräfte aus sieben Ländern beteiligten sich an der Aktion zu seiner Rettung, die bereits seit drei Tagen andauert.
Fortschritt der Rettungsarbeiten
Am Mittwochabend waren die Rettungskräfte nur noch gut einen Meter von ihm entfernt, wie sie der AFP-Reporterin berichteten. Die internationale Gemeinschaft unterstützt die Bemühungen, den Verschütteten zu befreien.
Am Mittwoch vergangener Woche hatten kurz hintereinander zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert. Nach jüngsten Angaben wurden bislang 2295 Todesopfer geborgen, mehr als 11.000 Menschen wurden verletzt. Zehntausende Menschen werden zudem noch vermisst.
Staatstrauer ausgerufen
Zum Gedenken an die Opfer rief Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez am Mittwoch eine siebentägige Staatstrauer aus. Die Rettung von Hernan Gil gibt Hoffnung inmitten der Katastrophe, während die Suche nach Überlebenden weitergeht.



